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Schleswig-Holstein Digitale und "echte" KN im Vergleichstest
Nachrichten Schleswig-Holstein Digitale und "echte" KN im Vergleichstest
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10:28 07.03.2012
Aufnahme läuft: Harri Witzke und Annegret Heckel von der Schellhorner Gilde gaben den Nachwuchsreportern aus der vierten Klasse bereitwillig ein Interview. Ann Katrin Timm und Simon Goossen sorgen dafür, dass das Gesagte später in aller Ruhe niedergeschrieben werden kann. Quelle: Andreas Jacobs
Schellhorn

An fünf Tischen jeweils um einen Laptop geschart sammeln die Schüler ihre Argumente - mit einem freien Zugang zur E-Paper-Ausgabe und Klicks auf der KN-Homepage sowie beim Blättern in der gedruckten Zeitung. Ihre Ergebnisse notieren sie auf grünen (pro) und roten (contra) Blättern. In großer Runde werden sie vorgestellt. Und viele Aussagen sind ähnlich. „Online ist übersichtlicher“, etwas in der Print-Ausgabe zu finden „umständlicher“, „man muss dann viel rumwühlen“, heißt es gleich von mehreren Schülern. Einige der Viertklässler machen sich Sorgen um die fürs Papier gefällten Bäume und die Entsorgung der Zeitungsstapel, auf der anderen Seite fielen jedoch für online Stromkosten an. Und: Man braucht überhaupt erst mal einen Computer. „Das ist eben blöd, wenn man keinen hat“, sagt ein Schüler. Dumm wäre es auch, wenn das Internet mal nicht funktioniert. „Das hatten wir vergangene Woche“, erinnert Maren Brede an einen Ausfall. Minuspunkte gibt es für online auch, als es um das Kreuzworträtsel geht. Das löst sich auf Papier besser, merkte ein Schüler an. Spiele spielen und Videos angucken aber, das geht gut – Pluspunkte für den Klick auf der Homepage.

Und am Ende war der KN-Besuch ganz neugierig geworden, ob die Schüler lieber online oder auf Papier die Zeitung lesen. Das Urteil war eindeutig: Zwölf der 18 Schüler votierten für „online“. Die Lehrerinnen Kerstin Münstermann und Maren Brede sowie die Leiterin der Betreuten Grundschule Susanne Rogge hingegen bevorzugen die gedruckte KN. Wie auch Harri Witzke und Annegret Heckel von der Schellhorner Gilde. Die wurden von den Nachwuchsreportern, professionell mit Aufnahmegerät ausgestattet, noch kräftig über die Gilde ausgefragt. Dem 1. Ältermann konnten sie dabei entlocken, dass er nächstes Jahr im Februar endgültig seinen Posten räumen will. Seit 19 Jahren sei er nun an der Spitze der Gilde. „Dann muss das reichen“, sagte er.