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Schleswig-Holstein Mittelstand fehlt noch Digitalisierung
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18:26 24.04.2019
Von Niklas Wieczorek
Beeindruckte Landesregierung: Professor Bernd Finkemeyer demonstrierte Ministerpräsident Daniel Günther und Finanzministerin Monika Heinold die sprachgesteuerte Leistungsfähigkeit des von ihm „Snips“ genannten Roboters der Firma Kuka. Quelle: Niklas Wieczorek
Kiel

Beispielhaft nannte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0, für das auch die Politik stärker werben könne. An der Fachhochschule Kiel und in der Digitalen Fabrik hatten die Minister und Staatssekretäre zuvor einige Projekte gesehen, in denen Unternehmen aus der Region bereits mit der digitalen Forschung zur Weiterentwicklung ihrer Techniken zusammenarbeiten.

Ministerpräsident im Austausch mit Roboter

Günther, Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht und Finanzministerin Monika Heinold (beide Grüne) ließen sich gemeinsam den Datentransfer im Nebenraum arbeitender industrieller Maschinen quer durch Deutschland, eine Brille für virtuelle Realität oder das sprachgesteuerte Arbeiten eines Roboters beim Schleifen von Linsen zeigen. Günther sprach selbst mit dem Roboter und betonte anschließend, er sei "stolz darauf, was bereits an der FH Kiel geleistet wird – im Austausch mit den Unternehmen in diesem Land".

Digitalisierung geht auch in klein

Worauf es jetzt ankomme, sei aber allen Unternehmen rechtzeitig den Weg in die Digitalisierung zu ebnen. Dafür nannte Professor Henning Strauß ein Beispiel: So müsse ein kleineres Industrieunternehmen nicht gleich kostspielige neue Maschinen anschaffen – sondern könne auch mit einer 100-Euro-Platine und Sensoren schon viele Daten seiner Produktion erfassen. Nele Bielfeldt präsentierte das App-gestützte Tierwohlmanagement, an dem sie gerade arbeitet. „DigiPig“ soll Landwirten Dokumentation und Entscheidung im Stall erleichtern.

Regierung will mehr Glasfaser

Daniel Günther bekräftigte gerade mit Blick auf den ländlichen Raum das Ziel der Regierung, bis 2025 flächendeckende Glasfaserversorgung in Schleswig-Holstein anzubieten. Nur wenn überall die Infrastruktur und die technischen Möglichkeiten vorhanden seien, könnten sich Unternehmen jetzt Gedanken für die nächsten zehn bis 20 Jahre machen. Was den Ministerpräsidenten optimistisch stimmte: Er hatte Beispiele gesehen, wie die Digitalisierung auch für die einzelnen Arbeitnehmer positiv erklärt werden könne.

Die Impulse nahm das Kabinett mit, um während der anschließenden Tagung auch über benötigte Förderanträge und die weitere Digitalisierung des Landes zu sprechen. Die FH sei dafür der ideale Standort, hatte Präsident Professor Udo Beer eingangs betont: „Wir nehmen uns der Themen an, die gerade hip sind.“

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