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Schleswig-Holstein So profitieren die Kreise und Städte vom Digitalpakt
Nachrichten Schleswig-Holstein So profitieren die Kreise und Städte vom Digitalpakt
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19:27 24.09.2019
Von Christian Hiersemenzel
Im Norden sollen insgesamt mehr als 140 Millionen Euro für den Aufbau, die Erweiterung und Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen ausgeschüttet werden. Quelle: Carmen Jaspersen/dpa
Kiel

Rückwirkend zum 17. Mai 2019 trete eine entsprechende Richtlinie in Kraft. Das Bundesbildungsministerium hatte dem Land Schleswig-Holstein zuvor grünes Licht erteilt. Eine weitere Förderrichtlinie zugunsten von Ersatz- und Pflegeschulen sowie der dänischen Schulen folge in Kürze, hieß es.

„Der Digitalpakt ist ein Pakt für die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler“, sagte Prien. „Ich freue mich, dass die Schulträger nun Klarheit haben und es jetzt richtig losgehen kann.“ Die Mittel würden in erster Linie für den Aufbau, die Erweiterung und Verbesserung der digitalen Infrastruktur genutzt.

Verteilung der Digitalpakt-Fördersumme in Schleswig-Holstein

Kieler Schulen bekommen 12,4 Millionen Euro

In die Landeshauptstadt Kiel fließen nach Angaben eines Ministeriumssprechers 12,4 Millionen Euro, nach Rendsburg-Eckernförde 12,1 Millionen, in den Kreis Plön 5,3 Millionen, nach Neumünster 6,5 Millionen und in den Kreis Segeberg 12,7 Millionen Euro. Die Fördersumme ist von den jeweiligen Schulträgern um jeweils 15 Prozent zu ergänzen. Allerdings wies der Sprecher darauf hin, dass der Eigenanteil bei finanzschwachen Kommunen entfalle.

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Kommunen sprechen von Wermutstropfen

Vorausgegangen war eine Einigung mit den kommunalen Landesverbänden. Jörg Bülow, Geschäftsführer des Landesgemeindetags, sprach bei aller Freude über die Millionenbeträge gestern von zwei Wermutstropfen. In der Frage, wer künftig die Technik betreuen soll, würden die Kommunen allein gelassen. „Es entstehen aber höhere Personalkosten. Und was geschieht in fünf Jahren, wenn das Förderprogramm ausgelaufen ist, die Technik aber überholt werden muss? Bei Computern geht das ganz schnell.“

"Wir setzen nicht auf Hektik"

Bildungsministerium und kommunale Landesverbände hatten in den vergangenen Wochen landesweit Regionalkonferenzen veranstaltet, um zunächst die Schulträger zu informieren. „Wir setzen nicht auf Hektik, sondern auf eine sorgfältige Planung“, sagte Bülow. Vielfach gehe es beim Digitalpakt darum, Netzanschlüsse und neue Leitungen zu legen.

„Insofern begrüßen wir es, dass jeder Schule nicht nur ein Budget zugewiesen wird, mit dem sie nachhaltig etwas bewirken kann, sondern auch ein Zeitrahmen, in dem sie das Geld ausgeben darf.“

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