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Schleswig-Holstein Die SPD kämpft mit der Bundeswehr
Nachrichten Schleswig-Holstein Die SPD kämpft mit der Bundeswehr
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11:00 05.04.2019
Von Christian Hiersemenzel
Kai Dolgner (SPD) im Kieler Landtag Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Herr Dolgner, wie steht die Nord-SPD zu Besuchen der Bundeswehr an Schulen?

Kai Dolgner: Die SPD-Landtagsfraktion hat die Besuche immer begrüßt und begrüßt sie nach wie vor. Der erste entsprechende Erlass kam von Ute Erdsiek-Rave, einer sozialdemokratischen Bildungsministerin.

Ihre Landtagsfraktion lässt durch kleine Anfragen eine kritische Linie erkennen. Zu Wort kommen müssten auch Gesprächspartner, die zu Wehrdienst und Auslandseinsätzen auf Distanz gehen. An den Schulen gebe es Nachholbedarf.

Kai Dolgner: Ich glaube, dass es richtig ist, die Schülerinnen und Schüler mit allen Positionen zu konfrontieren. Und ich kenne keinen Jugendoffizier, der diese Konfrontation scheuen würde. Natürlich führen sie Diskussionen. Was wäre das denn für ein Bild von einer Bundeswehr, die nicht auf Kritik antworten kann? Die Bundeswehr muss klar sagen, welchen Auftrag sie hat. Nach meiner subjektiven Erfahrung liegt die Schwierigkeit einer gemeinsamen Diskussion eher nicht aufseiten der Jugendoffiziere.

Sondern?

Kai Dolgner: Zu meiner Zeit war es schwierig, nüchtern argumentierende Diskussionspartner zu finden, die einen kritischen Standpunkt einnahmen und bereit waren, das in direkter Auseinandersetzung mit der Bundeswehr zu vertreten.

Bei der Bundeswehr gibt es für solche Schulveranstaltungen Jugendoffiziere. Diese klare Zuständigkeit ist bei der kritischen Seite sehr viel schwieriger. Wer soll denn da eingeladen werden?

Kai Dolgner: Das gestehe ich ja durchaus ein. Aber wir hatten in Schleswig-Holstein mal ein Friedensforschungsinstitut an der Universität, es gibt die Initiativen der großen Kirchen und so weiter. Und auch die GEW als Gewerkschaft der Lehrer hat eine sehr kritische Haltung zu Jugendoffizieren, das ist bekannt. Es kommt darauf an, seriöse Gesprächspartner zu finden. Gewisse andere Organisationen würde ich nicht einladen. Ich traue unseren Lehrerinnen und Lehrern durchaus zu, kritische Diskussionen zu führen.

Das vollständige Interview finden Sie in der Freitag-Ausgabe der Kieler Nachrichten

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