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Schleswig-Holstein Drei weitere Wolfsnachweise in SH
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19:40 12.09.2017
Von Heike Stüben
Bei Tasdorf ist ein Wolf von einer Wildkamera geknipst worden. Quelle: Landwirtschaftsministerium
Mustin/Tasdorf/Weede

So wurde ein Wolf am 1. Juli in der Gemeinde Mustin im Kreis Herzogtum Lauenburg von einer Wildkamera fotografiert. Der zuständige Jäger entdeckte die Aufnahme aber erst später bei einer Kontrolle der Kamera. Am 29. August fielen einem Landwirt bei Erntearbeiten bei Weede im Kreis Segeberg dann zwei Reh-Kadaver in einem Rapsfeld auf. Der zuständige Jäger zog einen Wolfsbetreuer hinzu, der Proben an beiden Rehen nahm. Die genetische Untersuchung am Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen ergab, dass beide Tiere von einem Wolf gerissen worden waren. Nur zwei Tage nach dem Fund ging ein Wolf in der Gemeinde Tasdorf nahe Neumünster in die Fotofalle. Auch dieses Foto wurde erst später ausgewertet.


Bereits bekannt war ein weiterer Wolfsnachweis: Am 4. September hatte ein Ehepaar in Dithmarschen vom Auto aus einen Wolf auf einer Straße fotografiert. Damit sind, so das Umweltministerium, seit 2007 insgesamt 39 Wolfsnachweise dokumentiert, darunter fünf tote Tiere.
Nach wie vor ist kein Wolfsrudel in Schleswig-Holstein bekannt. Es handelt sich vielmehr um Tiere, die sich auf Wanderschaft befinden, weil sie nach geeigneten Lebensräumen und nach einer Partnerin oder einem Partner suchen. Ein Einzeltier gilt erst dann als heimisch, wenn sich dieser Wolf nachweislich mindestens sechs Monate lang in Schleswig-Holstein aufhält.

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