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Schleswig-Holstein Gorch Fock: Büros und Häuser durchsucht
Nachrichten Schleswig-Holstein Gorch Fock: Büros und Häuser durchsucht
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14:05 14.12.2018
Die mit der Gorch Fock beschäftigten Firmen und Privatleute sind im Fokus der Ermittler.  Quelle: Frank Behling
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Kiel/Osnabrück

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen bei der Instandsetzung des Marine-Segelschulschiffs "Gorch Fock" Büros von zwei Unternehmen und Häuser von drei Privatpersonen durchsucht. An mehreren Orten in Norddeutschland seien insgesamt fünf Durchsuchungsbeschlüsse umgesetzt und umfangreiches, potenzielles Beweismaterial sicher gestellt worden.

Auch Räumlichkeiten der Elsflether Werft, wo die "Gorch Fock" seit Anfang 2016 instandgesetzt wird, waren betroffen, wie Staatsanwalt Christian Bagung am Freitag auf Nachfrage mitteilte.

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Material wird ausgewertet

Die Werft im niedersächsischen Elsfleth hatte am Donnerstag eine Pressemitteilung zu den Vorgängen angekündigt, allerdings keine verschickt. Das sichergestellte Material, darunter schriftliche Unterlagen und elektronische Speichermedien, werden nun ausgewertet, hieß es. Ein schnelles Ergebnis der Ermittlungen ist nicht zu erwarten. Die Auswertung der Unterlagen und Datenträger soll einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Die Ermittler gehen dem Verdacht auf Bestechlichkeit nach. Ein für Montag geplanter Festakt zum 60-Jahr-Jubiläum des Segelschulschiffes wurde indessen von der Marine am Freitag aufgrund der Ermittlungen verschoben.

Auch andere Aufträge an Werft werden überprüft

Ein Mitarbeiter des Arsenals in Wilhelmshaven steht im Zusammenhang mit der Liegezeit der "Gorch Fock" in der Werft unter Korruptionsverdacht. Der Mann soll für die "technische Preisprüfung" bei der "Gorch Fock"-Sanierung zuständig sein und vergünstigte Darlehen mindestens von einem großen Auftragnehmer erhalten haben. Darüber waren am Mittwoch die Obleute des Bundestags- Verteidigungsausschusses informiert worden.

Neben der "Gorch Fock" sollen jetzt auch diverse andere Vergaben von Aufträgen durch die Marine an die Elsflether Werft nachträglich untersucht werden.

Von dpa/FB

14.12.2018
Thomas Geyer 13.12.2018
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