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Schleswig-Holstein Ehepaar gefesselt, Schmuck gestohlen: Wer kennt die Täter?
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Ehepaar in Pinneberg gefesselt, Schmuck gestohlen: Täter wird gesucht

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13:34 12.11.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Polizei sucht mit einem Phantombild nach einem Mann, der bei Raubüberfällen - unter anderem in Pinneberg - der Wortführer gewesen sein soll. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa / Kripo Pinneberg
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Pinneberg/Grömitz

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe: Wer kennt den Mann auf dem Phantombild? Die Person soll mit einem weiteren Täter, der mittlerweile inhaftiert ist, und einem dritten Komplizen Ehepaare überfallen haben. Unter anderem in Pinneberg. Für das Ehepaar war es bereits der zweite Überfall.

Am 20. Februar 2020 gaben sich gegen 10.15 Uhr zwei Männer als Paketboten aus und betraten unter einem Vorwand das Haus eines Ehepaares in der Straße "Beim Ratsberg" in Pinneberg. Die Täter fesselten das Ehepaar im Keller, danach durchsuchten sie das Haus, entwendeten Schmuck und flüchteten. Der 75-jährige Pinneberger konnte sich und seine Frau selbst befreien und die Polizei gegen 11 Uhr über den Notruf alarmieren. Eine groß angelegte Fahndung mit mehreren Streifenwagen führte nicht zu einem Erfolg.

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Ehepaar in Pinneberg überfallen: So werden die Täter beschrieben

Das Ehepaar beschreibt die Männer wie folgt: männlich, etwa 1,70 m groß, bekleidet mit Jeans und dunkler Jacke, miteinander sprachen beide russisch. Ein Täter ist korpulent und 30 bis 35 Jahre alt. Er trug ein gelbes Paket bei sich. Der zweite Täter hat einen Oberlippenbart, ist eher hager und 25 bis 30 Jahre alt. Eine dritte russisch sprechende Person wurde von dem Ehepaar lediglich gehört, aber nicht gesehen.

Im Juni 2020 konnte die Kripo Pinneberg in Zusammenarbeit mit der Polizei Niedersachsen einen der Männer in Hannover festnehmen. Es handelte sich um einen 46-Jährigen aus Hildesheim, der erst im Januar 2020 nach einer mehrjährigen Haftstrafe wegen unterschiedlicher Eigentumsdelikte aus dem Gefängnis entlassen worden ist. Das Amtsgericht Itzehoe erließ daraufhin einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des schweren Raubes sowie des Haftgrundes der Fluchtgefahr. Er sitzt jetzt im Gefängnis.

Weitere Ermittlungen brachten gefälschte Ausweise ans Tageslicht

Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen fanden die Polizisten gefälschte Ausweise, die den Tatverdächtigen als Polizeibeamten oder Straßenbauamtsmitarbeiter auswiesen.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich ein möglicher Tatzusammenhang zu einer weiteren Tat aus dem Jahr 2017 am selben Tatort, bei der ebenfalls das genannte Ehepaar aus Pinneberg betroffen war. Während zwei der Männer auf das Ehepaar aufpassten, gab der Dritte vor, die Wohnung durchsuchen zu müssen. Kurze Zeit später verließen die angeblichen Polizisten das Haus und erklärten, das Ehepaar würde noch schriftlich von der Polizei hören. Wenig später entdeckte das Ehepaar, dass Schmuck entwendet wurde.

Zudem gab es mindestens zwei ähnlich gelagerte Taten in Grömitz (19.06.2017) und Teugn (Bayern) (11.07.2017).

Festgenommener scheidet für weitere Taten aus

Die Polizei sucht mit einem Phantombild nach einem Mann, der bei Raubüberfällen in Pinneberg der Wortführer gewesen sein soll. Der Mann rechts ist der Festgenommene aus Hildesheim. Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg (2)

Der 46-jährige Festgenommene (re. im Bild) scheidet für die weiteren Taten aus 2017 aus, da er zu dieser Zeit in Haft war. Die Identität der weiteren Täter ist unklar.

Die Polizisten setzen deshalb auf ein Phantombild, das den mutmaßlichen Haupttäter der Überfälle aus dem Jahr 2017 zeigt. Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, sind der Staatsanwaltschaft Itzehoe bis zu 2500 Euro Belohnung Wert.

Die Beamten wollen wissen, wo der Festgenommene und die auf dem Phantombild abgebildete Person möglicherweise noch in Erscheinung getreten sind. Wer kann zudem Angaben zur Identität des Mannes auf dem Phantombild machen?

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Pinneberg unter 04101/2020 entgegen.

Frank Behling 12.11.2020
KN-online (Kieler Nachrichten) 12.11.2020