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Schleswig-Holstein Einbruchgefahr im Norden bleibt hoch
Nachrichten Schleswig-Holstein Einbruchgefahr im Norden bleibt hoch
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12:21 23.04.2019
Von Bastian Modrow
Die Zahlen der Wohnungseinbrüche haben sich in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich entwickelt. Quelle: pixabay
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Kiel

Einem polizeiinternen Bericht des Landeskriminalamtes zufolge, der KN-online vorliegt, sind die Einbrüche in Kiel, Plön und Rendsburg-Eckernförde deutlich zurückgegangen, in Neumünster und den Kreisen Segeberg und Pinneberg hingegen spürbar gestiegen.

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Schleswig-Holstein schneidet nicht gut ab

Für den Bericht sind die sogenannten Häufigkeitszahlen in Bund und Land analysiert worden. Anhand der Statistik lässt sich ermitteln, wie viele Straftaten im Verhältnis zu 100000 Einwohnern angezeigt worden sind. Demnach hat es mit landesweit 4891 Wohnungseinbrüchen im vergangenen Jahr zwar den niedrigsten Wert seit 2002 gegeben. Mit einer Häufigkeitszahl von 169 Straftaten liegt Schleswig-Holstein aber weiter deutlich über dem Bundeswert (118 Einbrüche) und auf Rang zwei der am häufigsten von Einbrechern betroffenen Bundesländern.

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Auch im Vergleich zu den Nachbarn Niedersachsen (141) und Mecklenburg-Vorpommern (68) schneidet das nördlichste Bundesland schlechter ab. Lediglich in den Stadtstaaten Bremen (279), Hamburg (251) und Berlin (210) war die Gefahr im vergangenen Jahr größer, Opfer eines Einbruchs zu werden.

Große regionale Unterschiede

Regional sind demnach gravierende Unterschiede zu erkennen: Während die Häufigkeitszahl in den Städten Flensburg, Kiel und Lübeck um bis zu 50 Prozent zurückging, verzeichnet vor allem Neumünster einen erheblichen Anstieg von 238 auf 311 Taten. Das entspricht einem Plus von 30 Prozent. Auch im Kreis Segeberg ist der Einbruchs-Index deutlich von 169 auf 211 gestiegen (plus 25 Prozent).

Dem Polizeipapier zufolge waren 2018 insgesamt 202 der 543 ermittelten Einbrecher nicht deutscher Herkunft. Ihr Anteil stieg binnen eines Jahres von 33,6 auf 37,2 Prozent. Die meisten Täter kamen laut Landeskriminalamt aus Albanien, Polen und Serbien.