Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Freiwillig ins Gefängnis?
Nachrichten Schleswig-Holstein Freiwillig ins Gefängnis?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 05.05.2019
Das Beobachtungsfenster der Zellentür ist im Frauentrakt der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lübeck geöffnet. Wer in Schleswig-Holstein "draußen" ernste Probleme hat, darf länger im Gefängnis bleiben, als es sein Urteil vorsieht.  Quelle: Angelika Warmuth/dpa
Kiel

Die Gefängnisse im Norden sind offen für freiwillige Insassen: Nach dem Landesstrafvollzugsgesetz können Gefangene auf Antrag ausnahmsweise vorübergehend in der Anstalt bleiben oder in sie zurückkehren, wenn die Wiedereingliederung in die Gesellschaft gefährdet ist.

Diese Regelung sei gedacht für kurzfristige Krisensituationen, zum Beispiel, wenn jemand keine Wohnung gefunden hat, sagte ein Sprecher des Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet.

Sechs Fälle seit Oktober 2017

Seit Oktober 2017 hatte es im Norden sechs Fälle freiwilliger Aufenthalte im Gefängnis gegeben. Derzeit nutzt nach Angaben des Justizministeriums niemand diese Möglichkeit. Diese kann auch nur dann genutzt werden, wenn die Belegungssituation dies zulässt.

Eine zeitliche Begrenzung freiwilliger Aufenthalte sieht das Gesetz nicht vor. Da beiderseits Freiwilligkeit gelte, könne die jeweilige Justizvollzugsanstalt den Aufenthalt ihrerseits beenden, sagte der Sprecher. Auch wenn der Insasse den Anstaltsbetrieb stört, kann die Unterbringung jederzeit beendet werden.

Aufenthalt ist gratis

Die meisten Fälle freiwilliger Aufenthalte im Gefängnis hängen damit zusammen, dass jemand keine Wohnung findet oder Probleme mit Drogen oder Alkohol hat. "Es gibt Gefangene, die sowohl straffrei bleiben wollen, als auch bei erkennbaren Problemlagen sogar bereit sind, lieber wieder in Haft zu gehen", erläuterte der Sprecher.

Übrigens: Wer freiwillig länger im Gefängnis bleibt oder dorthin zurückkehrt, muss dafür nichts zahlen.

Von RND/dpa

Auf der Suche nach Walknochen ist das ehrenamtliche Grabungsteam des Lübecker Museums für Natur und Umwelt auf Haiknochen geknochen. Sie deuten auf einen Riesenhai hin. Alles zum spektakulären Fund.

05.05.2019

Kreuzfahrten liegen trotz der Kritik von Umweltverbänden weiter voll im Trend. Die deutschen Reedereien reagieren mit modernen, neuen Schiffen - wie die "Hanseatic Nature" von Hapag-Lloyd, die jetzt in Hamburg vorgestellt wurde. Mit involviert ist auch das Forschungsinstitut Geomar aus Kiel.

Frank Behling 05.05.2019

Fünf Menschen sind bei einem Unfall am Sonnabendnachmittag im Baustellenbereich der A1 bei der Abfahrt Lübeck-Zentrum verletzt worden, zwei davon schwer. Ein LKW war auf einen PKW aufgefahren und schob insgesamt vier Wagen ineinander.

05.05.2019