Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein Politiker in Kiel bedienen und hören zu
Nachrichten Schleswig-Holstein Politiker in Kiel bedienen und hören zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:18 10.02.2019
Von Heike Stüben
Werner Kalinka (CDU), Özlem Ünsal (SPD), Landtagspräsident  Klaus Schlie (CDU) und Wolfgang Baasch (SPD) im Kieler Bodelschwingh-Haus: Wenig später wollen sie wohnungslosen Bürgern das Essen servieren. Die Medien sind dabei nicht zugelassen - aus Rücksicht auf die Gäste.  Quelle: Frank Peter
Kiel

Im November hatte der CDU-Abgeordnete Werner Kalinka vorgeschlagen, wohnungslose Bürger einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Schlie (CDU) nahm den Vorschlag auf, gestern wurde er umgesetzt. Zum Empfang im Bodelschwingh-Haus hatten sich 125 wohnungslose Frauen und Männer angemeldet.

8000 bis 12000 Menschen leben nach Schätzungen in Schleswig-Holstein ohne eine eigene Wohnung. Das ist eine Schätzung, denn das wachsende Problem wird bisher nirgendwo erfasst. Schlie forderte gestern endlich eine Statistik über Wohnungslosigkeit.

Mietsicherungsfonds notwendig

Bevor der Landtagspräsident und etliche Landtagsabgeordnete den Gästen ein dreigängiges Menü servierten und sich dann mit ihnen unterhielten, wurden erste Vorschläge diskutiert. Karin Helmer von der Stadtmission forderte einen Mietsicherungsfonds: Viele private Vermieter seien bereit zu vermieten, wenn die Miete abgesichert wäre. Das könne ein Mietsicherungsfonds leisten. Den Vorschlag wollen Kalinka und Wolfgang Baasch (SPD) nun im Sozialausschuss diskutieren.

Landesnottelefon als Anlaufstelle

Weiter fordert die Helmer zudem ein Landesnottelefon, an das sich Vermieter und Betroffene wenden können, wenn der Verlust einer Wohnung droht. Gerade auf dem Land wüssten Menschen oft nicht, wo sie dann Hilfe bekommen können. Für Lutz Regenberg von Hempels müssen bezahlbare Wohnungen her - und das Schufa-System muss geändert werden. „Mit einem Eintrag bekommt die Menschen keine Mietvertrag mehr.“ Klaus Schlie stimmte zu: „Das Schufa-System ist absolut regulierungsbedürftig.“

Neue Konzepte müssen her

Für Landespastor Heiko Naß hat sich der Bedarf der Wohnungslosen massiv verändert. Das Hilfesystem basiere aber noch auf Zahlen aus den 1990er Jahren. „Das Land sollte in einer Studie neue, passende Konzepte entwickeln. Wir als Diakonie sind bereit, uns daran finanziell zu beteiligen.“

Im Sommer soll wohnungslose Bürger erneut eingeladen werden – zum Sommerfest vor dem Landeshaus.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Schleswig-Holstein De Band "Lenz" maakt bi "Plattbeats" mit - Echte Naturtalente ut Kiel

Dat is böös düüster dor vör den Iltisbunker in Kiel-Gaarden. Un en Döör is dor ok nich to sehn. Blots Beton. Veel Beton. Un veele opbackte Plakate. Hier schüllt se egens pröven – de Jungs vun’e Band „Lenz“. Se sünd de eersten, de bi den plattdüütschen Musik-Wettstriet „plattbeats“ mitmaken wüllt. Un miteens geiht doch tatsächlich en Döör op an’e Siet. Dat geiht dörch all de Gänge, mol links, mols rechts, vörbi an swoore Iesendöörn un denn noch twee Stockwarke bargop. „Lenz“ steiht dor an’e Wand bi de Döör. Mit swatte Farv oppöönt. „Tja, das ist unser Probenraum“, smüüstert Frederik Kleinschmidt, „die anderen sind schon da.“ De annern, dat sünd Thies Warnholz, Christoph Richartz un Johannes Buller. Philipp Teichert, ehr Slagtüüch-Speler, kann hüüt nich.

Heike Thode-Scheel 10.02.2019

Die 5000 Jahre alte Grabanlage „Denghoog“ auf Sylt gilt als wissenschaftlich bedeutsam. Nun soll in der Nachbarschaft ein Neubau entstehen. Die Sorge um die historische Stätte aus der Steinzeit nördlich der Kapelle von Wenningstedt ist groß. Experten befürchten Schäden am Grab durch den Bauverkehr.

Kristiane Backheuer 10.02.2019

Ein Audi-A8-Fahrer hat sich am Freitag eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Schleswig-Holstein und Hamburg geliefert. Die Bilanz: Drei Verkehrsunfälle, zwei Verletzte, erheblicher Sachschaden. Die wilde Flucht endete mit der Festnahme des 47-Jährigen, teilte die Polizei mit.

Heike Stüben 09.02.2019