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Schleswig-Holstein Immer mehr Arbeitsplätze bleiben leer
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08:00 01.03.2018
Von Bastian Modrow
Schleswig-Holstein hustet, schnieft und fiebert. Quelle: Maurizio Gambarini
Kiel

"Der Ausfall von Arbeitnehmern durch grippale Infekte ist in allen Branchen hoch und stellt viele Firmen mittlerweile vor personelle Herausforderungen, um den Betrieb reibungslos am Laufen zu halten", sagt Sebastian Schulze, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Nord. Dass in den ersten Wochen des Jahres besonders viele gelbe Scheine in den Personalabteilungen eintrudeln, sei zwar ein wiederkehrendes Problem. "In diesem Jahr können wir nur hoffen, dass sich die angespannte Lage nach dieser Kälteperiode entspannen wird."

Viren in diesem Jahr besonders hartnäckig

Tatsächlich sind die Erkältungsviren in diesem Jahr besonders hartnäckig, vor allem aber sind mehrere Varianten im Umlauf. "Es gibt Patienten, die sich bereits zum dritten Mal in diesem Winter einen Infekt eingefangen haben", berichtet eine Hausärztin. Charakteristisch für den zurzeit grassierenden Stamm seien neben Reizhusten, Schnupfen und hohem Fieber vor allem massive Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Und anders als bei kleineren Infekten, die meist nach einer Woche abgeklungen seien, würden Betroffene zurzeit zwei Wochen und länger flach liegen.

Auch viele Pflegekräfte fallen aus

Die Krankenhäuser im Land stellen die hohen Krankenstände gleich doppelt vor Probleme. Die Notfall-Sprechstunden sind allerorts überlaufen, in vielen Häusern die Stationen mit echten Grippe-Kranken voll. "Erschwerend kommt hinzu, dass wir zurzeit ebenfalls hohe Krankenstände beim medizinischen und pflegenden Personal durch Erkältungskrankheiten haben", sagt Oliver Grieve vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben

Arbeitnehmer, die krank sind, sollten auch tatsächlich zu Hause bleiben und nicht aus falscher Tapferkeit ins Büro fahren. "Die Gefahr ist einfach zu groß, dass Kollegen ebenfalls angesteckt werden und ausfallen", sagt Sebastian Schulze.

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