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Schleswig-Holstein Reservierung nur gegen Kreditkarte
Nachrichten Schleswig-Holstein Reservierung nur gegen Kreditkarte
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10:38 29.01.2019
Von Ulrich Metschies
Zunehmendes Ärgernis: Der Tisch ist reserviert, doch die Gäste kommen einfach nicht. Quelle: Marcus Brandt
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Heikendorf

Der Betreiber kündigte auf Facebook an, künftig nur noch dann Tische für fünf Personen und mehr zu reservieren, wenn der Gast seine Kreditkartendaten angibt – und bis zu 20 Euro abzubuchen, wenn der reservierte Tisch leer bleibt. Verbraucherschützer sprechen von einem „drastischen Mittel“, das auch mit Blick auf den Datenschutz problematisch sei.

Branchenverband äußert "absolutes Verständnis"

„Absolutes Verständnis“ hingegen äußert der Branchenverband Dehoga in Kiel. „Bei uns häufen sich seit etwa einem Jahr die Beschwerden von Restaurants über so ein Kundenverhalten“, sagt Landes-Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis. Ursprünglich begannen Sterne-Restaurants auf Sylt damit, im Verbund Gästen Gebühren in Rechnung zu stellen, wenn der reservierte Tisch leer blieb.

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Gastronomen leiden unter geplatzten Buchungen und verlangen deshalb bei der Reservierung die Kreditkartendaten von Kunden. Der richtige Ansatz?
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Verbraucherschützer sehen die Maßnahme kritisch 

Heute sei dies nicht nur auf der Insel, sondern im ganzen Land zu beobachten, so Scholtis. Nach der Kreditkartennummer zu fragen und Stornogebühren zu berechnen, sei eine „effiziente Möglichkeit“, um gegen ein derart unfaires Verhalten vorzugehen. In Kiel plant die Leitung des RestaurantsAhlmanns“, nur noch Reservierungen mit Kreditkarte anzunehmen. Andere namhafte Gastronomen lehnen dies aber ab.

Verbraucherschützer reagieren kritisch auf die Kreditkarten-Methode: „Auch wenn so ein Vorgehen rechtlich in Ordnung ist: Wir sehen darin eine drastische Maßnahme, die datenschutzrechtlich Fragen aufwirft“, sagt Vivien Rehder, Sprecherin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

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