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Schleswig-Holstein Für neue Gruppe fehlt das Personal
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11:41 12.03.2019
Von Heike Stüben
Kitaplätze sind so begehrt wie nie in Deutschland. Auch in Schleswig-Holstein kann das Angebot die Nachfrage nicht decken. Oft scheitert es am fehlenden Personal. Quelle: Britta Pedersen
Kiel

Weiteres Ergebnis des Kinderbetreuungsreports: Selbst wer einen Platz für sein Kind findet, erhält nicht immer genügend Betreuungszeit. Das gilt in Schleswig-Holstein für sieben Prozent der Ein- und Zweijährigen. Bei der Über-Dreijährigen sieht es besser aus: Drei Prozent der Kinder finden keine Betreuung. Bei jedem zehnten reicht die Betreuungszeit nicht aus.

Eltern wollen mehr Plätze

Dabei wurde das Angebot massiv ausgeweitet, seit 2013 das Grundrecht auf einen Betreuung auch für Ein- und Zweijährige gilt. 2007 gab es Plätze in Kitas und bei Tagespflegepersonen für acht Prozent der Unter-Dreijährigen. 2018 waren 32 Prozent der Kleinen versorgt.

Immer noch nicht genug, wie das Jugendinstitut 2017 bei einer bundesweiten Befragung feststellte: Die Eltern wünschen eine Betreuung für 45 Prozent der Unter-Dreijährigen. An vielen Orten in Schleswig-Holstein entstehen deshalb weiter zusätzliche Betreuungskapazitäten.

Neue Gruppen, aber kein Personal

„Das Hauptproblem ist aber, dann auch die Fachkräfte für die neuen Gruppen zu finden“, erklärt Michael Selck, Vorsitzender der Landearbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände. Der Markt sei leer – bundesweit. „Das ist auch nicht verwunderlich, denn das Personalproblem brennt von allen Seiten.“

Neue Gruppen, Personalmangel in vorhandenen Gruppen, eine bevorstehende Verrentungswelle ... „Wir laufen sehenden Auges auf eine Betreuungskatastrophe zu“, mahnt Axel Briege, Vorsitzender der Landeselternvertretung der Kitas. „Die Personaldecke ist so eng, dass bei Krankheit und Schwangerschaft Gruppen schließen und Eltern spontan Urlaub nehmen  müssen."

Lücke von 10000 Fachkräften

Laut Prognos Studie gibt es bis 2025 in Deutschland eine Personallücke von 191000 Fachkräften. „Für Schleswig-Holstein wäre das eine Lücke von 10000 Kräften“, sagt GEW-Geschäftsführer Bernd Schauer und fordert wie Selck und Briege eine Offensive, um den Beruf attraktiver zu machen.

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