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Schleswig-Holstein Carstensen braucht dringend Wildschweine
Nachrichten Schleswig-Holstein Carstensen braucht dringend Wildschweine
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12:22 21.01.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Seit mehr als 50 Jahren geht Peter Harry Carstensen zur Jagd. Quelle: Wulf Pfeiffer/dpa
Gut Schierensee

Bei gutem Wetter sitzt Peter Harry Carstensen manchmal einfach nur so auf dem Hochsitz. Seinen Fotoapparat griffbereit. „Das Gewehr habe ich meistens aber dabei“, sagt Schleswig-Holsteins ehemaliger Ministerpräsident. Man weiß ja nie. „Das ist für mich Entspannung.“ Bereits seit 1963 hat der leidenschaftliche Waidmann einen Jagdschein. Der 69-Jährige ist einer von aktuell 22 330 Jägern zwischen Nord- und Ostsee. In keinem anderen Bundesland gibt es gemessen an der Bevölkerung mehr.

Über die Gründe für diese Entwicklung kann Carstensen nur spekulieren. „Wir sind ein sehr ländliches Gebiet, haben sehr viel Wild und eine auch im Naturschutz engagierte Jägerschaft“, sagt er. Außerdem gebe es im nördlichsten Bundesland Rot-, Dam- und auch viel Schwarzwild. „Wir haben inzwischen Schwarzwild bis hoch nach Dänemark. Das hat es früher nicht gegeben - und auch an der Westküste.“

Der langjährige CDU-Landeschef geht immer noch regelmäßig selbst zur Jagd. 2016 sei für ihn persönlich als Jäger aber „nicht so doll“ gelaufen. „Ich muss dringend Schweine kriegen“, berichtet er. Durch die vergangenen, nicht so strengen Winter sei die Wildschwein-Region in seinem Beritt „wahnsinnig explodiert“. Auch beim Damwild fehlten ihm derzeit noch einige Abschüsse.

Die Jagd bereitet Carstensen nach wie vor große Freude. „Das ganze Wild, das ich schieße, wird verwertet“, sagt er. Erst vergangene Woche habe es bei Carstensens einen Hasen gegeben. „Wo finden sie etwas Gesünderes und sauberer Aufgezogenes als Wild?“ Was nicht mehr in die Tiefkühltruhe passt, gibt der leidenschaftlicher Jäger an einen Gasthof. „Denn ich brauche ja nicht mehr so viel in der Truhe.“

Seine Leidenschaft für das Thema Jagen ist dem bärtigen Nordfriesen deutlich anzumerken. Er ist überzeugt von der Notwendigkeit des Jagens. „Für mich ist Jagen eine ganz natürliche Ernte“, sagt Carstensen. „Sie ist für mich das Natürlichste, das es gibt. Deswegen ärgere ich mich manchmal über diejenigen, die zur Demonstration gegen die Jagd und anschließend zu Kentucky Fried Chicken gehen.“ Die Jäger kämen in der Wahrnehmung vieler Menschen zu schlecht weg. „Die Jägerschaft tut viel mehr Gutes als die Leute meinen“, ist Carstensen überzeugt.

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