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Schleswig-Holstein Ökosystem Ostsee braucht dringend Hilfe
Nachrichten Schleswig-Holstein Ökosystem Ostsee braucht dringend Hilfe
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10:00 15.01.2018
Von Ulrich Metschies
Unschönes Treibgut am Strand - noch gefährlicher für die Ostsee sind Mikroplastik und Medikamente.   Quelle: pae: Uwe Paesler
Kiel

"Wir müssen jetzt handeln, um dieses Ökosystem zu erhalten", warnt Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). Die Verschmutzung der Ostsee mit Plastik und Mikroplastik habe "erheblich zugenommen". Eine wachsende Gefahr sei auch die Anreicherung von Medikamenten-Rückständen. "Endprodukte von Antibiotika, Herz-Kreislauf-Mitteln und Antidepressiva werden in Klärwerken nur unvollständig abgebaut und sind in den Küstengewässern bereits nachweisbar", so der IOW-Chef, der zu den führenden Ostseeforschern Europas zählt. Besonderes Kopfzerbrechen bereitet Wissenschaftlern, Naturschützern und der Politik, dass die Halbwertszeit vieler Schadstoffe länger ist als vermutet. Damit, so Bathmann, komme es zu einer Anreicherung von Chemikalien im System mit bislang unerforschten Konsequenzen.

Alarm schlägt auch die Meeresbiologin Stefanie Sudhaus, Leiterin der Arbeitsgruppe Ostsee beim BUND Schleswig-Holstein: "Die bisherigen Anstrengungen der Anrainerstaaten haben nicht dazu geführt, dass die Belastung der Ostsee durch Dünger, Plastikmüll und Chemikalien gesunken ist." Vielfach würden die Probleme eher zunehmen. So führe das wachsende Überangebot an Nährstoffen dazu, dass die sogenannten Todeszonen – tiefe Regionen ohne jeden Sauerstoff – sich immer weiter ausbreiteten. Das Fischsterben in der Eckernförder Bucht im September 2017 sei nur eine für Menschen sichtbare Folge des wachsenden Sauerstoffmangels.

Um einen Kollaps des Ökosystems Ostsee zu verhindern, so Bathmann, müsse die Politik deutlich stärker als bisher vorbeugend handeln. "Da hilft kein Aspirin. Da müssen wir an die Ursachen ran." Dringend erforderlich sei vor allem die Reduzierung des Stickstoff- und Phosphateintrags aus der Landwirtschaft.

Ein Hotel an der Nordseeküste hat am frühen Montagmorgen in Husum gebrannt. Das Gebäude sei zu dem Zeitpunkt leer gewesen, berichtete die Feuerwehr. Die Flammen breiteten sich laut den Angaben im Dachbereich und im dritten Obergeschoss vom "Nordseehotel" aus.

15.01.2018

Rund 200 Meter voneinander entfernt haben in Lübeck am Montagmorgen zwei Lastwagen Feuer gefangen. Bei beiden Fahrzeugen seien die Führerhäuser völlig ausgebrannt, sagte ein Polizeisprecher. In den Fahrzeugen befand sich niemand.

15.01.2018
Schleswig-Holstein Fröher hebbt de rieken Herrschaften ok geern in' Sommer slöömt - Iesschapp anno dunnemol

Wat hebbt wi dat hüüt doch kommodig: Wenn de Kleedaasch schietig is, denn smiet wi se in’e Waschmaschin rin. Wenn’t mol fix gahn mutt mit‘ Eten, denn stellst du dat enfach in’e Mikrowell rin. Wust un Kääs hoolst du ut dien Köhlschapp rut. Gröne Bohn‘, Bloomkohl oder Himbeern in‘ Winter? Enfach Iesschapp opmaken un rutholen.  Un wat is dat schön, so’n ieskoolen Wien in‘ Sommer.  Wo lütte Iesstücken in swümmen doot. Fröher güng dat nich ganz so kommodig to. Tominnst bi de Lüüd, de nix in’e Melk to krömen harrn. Dor keem dat op’n Disch, wat se sölben in‘ Goorn un in‘ Stall harrn. Un wat de Johrstieden hergeven dä.  Melk frisch vun’e Koh,  Appeln un Beern vun‘ Boom, Wötteln un Kantüffeln frisch ut’ Beet oder ut’e Miete. Un för’n Winter hebbt se inweckt, inpöckelt un rökert.  So sünd se över de Runn kamen. De annern, de wat an’e Fööt harrn, de kunnen slömen un slampampen. Un twaars dat heele Johr över. Un all’ns weer jümmers frisch. De harrn sogor Ieswürfel! Woans dat angahn kann? Na, de harrn all een Iesschapp. Nich so’n niemoodsches Ding, as wi hüüt, nee, dat Iesschapp annodunnemol leeg ünner de Eer.

Heike Thode-Scheel 14.01.2018