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Schleswig-Holstein 70 Prozent der Diesel betroffen
Nachrichten Schleswig-Holstein 70 Prozent der Diesel betroffen
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12:52 16.05.2017
Das wegen der hohen Stickoxidbelastung geplante Fahrverbot an zwei Hamburger Hauptverkehrsstraßen beträfe mehr als 70 Prozent aller in der Hansestadt zugelassenen Diesel-Fahrzeuge. Quelle: Patrick Pleul
Hamburg

Laut einer vorliegenden Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU waren am 6. April in Hamburg 335943 Diesel-Fahrzeuge angemeldet, 238564 von ihnen erfüllten dabei nicht die für eine Durchfahrt erforderliche Euro 6 Norm. Zu ihnen zählten auch 698 der 1027 Polizei- sowie 547 der 661 Feuerwehrfahrzeuge. Ebenfalls betroffen wären alle gut 60 Fahrzeuge der Umwelt-, Schul-, Bau-, Wirtschafts-, Finanz- und Justizbehörde.

Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) möchte wegen der hohen Schadstoffbelastung ein 600 Meter langes Teilstück der Max-Brauer-Allee für Diesel-Autos und -Lastwagen unterhalb der Euro 6 Norm sperren. Gleiches gilt für Lkw auf einem rund 1,7 Kilometer langen Teilstück der Stresemannstraße. Im Vergleich zu Modellwerten erhofft sich der Senat bei der Max-Brauer-Allee einen Rückgang der Stickoxidwerte um 18,4 Prozent. Bei der Stresemannstraße seien es 6,6 Prozent. Wann das Verbot kommt, ist noch unklar. Der Senat will nach eigenen Angaben erst ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht zur Zulässigkeit derartiger Anordnungen in Düsseldorf abwarten. Mit einer Entscheidung werde im Herbst, spätestens Ende des Jahres gerechnet.

Wenn das Fahrverbot tatsächlich erlassen wird, wären Anwohner, deren Besucher, Krankenfahrzeuge, Müllautos und Lieferverkehre davon ausgenommen. Ebenfalls nicht betroffen wären Fahrzeuge mit Sonderrechten. Dazu zählen laut Paragraf 35 der Straßenverkehrsordnung unter anderem Fahrzeuge der Bundes- und Feuerwehr, des Katastrophenschutzes, der Polizei und des Zolls, „soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist“.

Von lno

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