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Schleswig-Holstein Messerattacke im Zug: Toter stammt aus Eritrea
Nachrichten Schleswig-Holstein Messerattacke im Zug: Toter stammt aus Eritrea
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13:55 31.05.2018
Der Bahnhof ist von der Polizei weiträumig abgesperrt. Nach Angaben der Bundespolizei hat es einen Messerangriff in einem Intercity-Zug in Flensburg gegeben. Quelle: Sebastian Iwersen
Flensburg

Jetzt werden weitere Details bekannt: Der von der Polizistin erschossene Mann soll aus Eritrea stammen. Der 24-Jährige sei nach den Ermittlungen im September 2015 als Flüchtling über Österreich nach Deutschland eingereist, hieß es in Sicherheitskreisen. Die Sicherheitsbehörden haben demnach bisher keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund der Tat.

Der Eritreer habe nach ersten Erkenntnissen einen Schutzstatus aus humanitären, politischen oder sonstigen Gründen gehabt, hieß es weiter. Details waren zunächst nicht bekannt.

Ministerpräsident ist erschüttert

"Die Meldungen am gestrigen Abend haben mich tief erschüttert. Mein Mitgefühl und meine Genesungswünsche gelten den beiden Verletzten. Die zuständige Staatsanwaltschaft wird nun in Zusammenarbeit mit der Bezirkskriminalinspektion Flensburg die Geschehnisse aufarbeiten", sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

Er sei erleichtert, dass durch das beherzte Eingreifen der Bremer Beamtin mutmaßlich Schlimmeres verhindert werden konnte. "Ihr danke ich ganz besonders für ihren Mut. Ich hoffe, dass die Ärzte ihre Gesundheit voll wieder herstellen können und sie die Geschehnisse gut verarbeiten kann", so Günther. Die gestrigen Ereignisse zeigten einmal mehr, wie wichtig die Präsenz von Polizeibeamten in Uniform auch im Rahmen privater Fahrten im öffentlichen Raum sei. Das sorge für mehr Sicherheit für uns alle.

Zwei Menschen verletzt

Bei einer Messerattacke in einem mit circa 30 Personen besetzten IC auf dem Weg nach Flensburg ist ein Mann getötet worden. Zwei weitere Personen wurden verletzt - darunter eine 22-jährige Polizistin. Dies teilte die Bundespolizei am Abend mit. Zuvor hatten "Bild" und "Flensburger Tageblatt" darüber berichtet.

Der Bahnhof in Flensburg wurde nach dem Zwischenfall in einem Zug um 19.03 Uhr gesperrt, der Zugverkehr bis ca. 22.15 Uhr unterbrochen. Stunden zuvor war der IC 2406 in Köln in Richtung Schleswig-Holstein gestartet. 

Streit im Zug eskalierte

Während der Fahrt von Nordrhein-Westfalen in den Norden soll ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert sein. Nach aktuellen Informationen zückte einer der Männer daraufhin bei Flensburg ein Messer und verletzte den anderen schwer.

Laut Polizeisprecher Christian Kartheus wurde der Schwerverletzte zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Wie es ihm zur Stunde geht, ist nicht bekannt.

Polizistin machte von ihrer Schusswaffe Gebrauch

Wenig später soll der Angreifer eine 22-jährige Polizistin in dem Zugabteil attackiert und mit dem Messer leicht verletzt haben. Die Polizeibeamtin soll daraufhin ihre dienstliche Schusswaffe genutzt und den Angreifer außer Gefecht gesetzt haben. 

Der Intercity wurde evakuiert, der Zug beschlagnahmt, der Bahnhof in Flensburg weiträumig abgesperrt. Die Zufahrten zum Bahnhof waren nicht mehr passierbar. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen

Der genaue Tathergang und die Hintergründe sind derzeit noch unklar. Bundespolizei, Landespolizei und Kriminalpolizei waren vor Ort. Staatsanwaltschaft und Kripo haben die Ermittlungen übernommen. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen, ist aus Polizeikreisen zu hören. 

Gegen 22.15 Uhr wurde der Bahnverkehr von und nach Flensburg wieder aufgenommen. Der Einsatz war zu dem Zeitpunkt nahezu beendet, teilte die Bundespolizei mit.

Nach Angaben der Bundespolizei hat es einen Messerangriff in einem Intercity-Zug in Flensburg gegeben.

Von KN-online

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