Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein „Unverzichtbar“: Lifeline erhält Förderpreis
Nachrichten Schleswig-Holstein „Unverzichtbar“: Lifeline erhält Förderpreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 02.11.2015
Von Heike Stüben
Foto: Vorstandsmitglied der Hermann Ehlers Stiftung, Angelika Volquartz, überreichte Ole Vent (Mitte) die Auszeichnung. Bischof Gothart Magaard gratulierte. Quelle: Marcia Jankwitz
Kiel

Mit dem mit 2500 Euro dotierten Preis werde Lifeline „für den unermüdlichen und herausragenden Einsatz für Kinder und Jugendliche ausgezeichnet, die ohne Begleitung und jegliche Perspektiven nach Deutschland kommen“, heißt es in der Begründung der Hermann Ehlers Akademie, die den Preisträger bereits Anfang des Jahres auswählte – nicht ahnend, wie drängend das Thema bei der Preisverleihung am 2. November sein würde. Bisher sind in diesem Jahr bereits 2500 unbegleitete Minderjährige in Schleswig-Holstein gestrandet, davon über 400 in Kiel.

Angelika Volquartz vom Vorstand der Stiftung überreichte den Preis in einer Feierstunde vor rund hundert Gästen. „Die Arbeit des Flüchtlingsrates und von Vereinen wie Lifeline wird in der Zukunft ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft sein“, sagte Volquartz. Diese Arbeit bedeute nicht nur, unbegleiteten Minderjährigen die Hand zu reichen, sondern auch, ihnen den Weg in unsere Sprache, unsere Kultur und unsere demokratische Grundordnung aufzuzeigen.

„Die Arbeit von Lifeline ist für mich ein wichtiges Beispiel dafür, wie über Jahre hinweg, mit langem Atmen und viel Energie daran gearbeitet wird, dass die notwendige Verantwortung gegenüber den unbegleiteten Kindern und Jugendlichen wahrgenommen wird“, betonte Bischof Gothart Magaard in seiner Laudatio. Ole Vent und Rabea Bahr von Lifeline wiesen darauf hin, dass die Vereinsarbeit auf eine sichere Bleibeperspektive der unbegleiteten Minderjährigen ziele: „Ohne diese Perspektive laufen alle Integrationsmaßnahmen ins Leere.“

Der Unternehmensverband Logistik ist erbost: Ausländische Fahrer, die auf der Rader Hochbrücke geblitzt werden, kommen meist ungeschoren davon. Das sei eine Ungerechtigkeit gegenüber deutschen Fahrern, kritisiert Verbandsgeschäftsführer Thomas Rackow.

Günter Schellhase 02.11.2015

Die Polizei sucht Zeugen, die einen Raubüberfall beobachtet haben. Freitag kurz vor 19 Uhr wurden Beamte zu einem Mann gerufen, der im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Hörn lag. Er war nach Polizeiangaben mit 2,6 Promille stark alkoholisiert und gab an, von fünf Personen angegriffen worden zu sein.

Günter Schellhase 02.11.2015

Nach einem Auffahrunfall auf der A7 bei Großenaspe mussten am Montagmorgen zwei Menschen verletzt ins Krankenhaus. Ein 28-Jähriger war auf den Wagen einer 60-Jährigen aufgefahren, nachdem diese den Fahrstreifen gewechselt hatte.

KN-online (Kieler Nachrichten) 02.11.2015