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Schleswig-Holstein Forscher fragen: Wie sehr sind Sie von Corona gestresst?
Nachrichten Schleswig-Holstein Forscher fragen: Wie sehr sind Sie von Corona gestresst?
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14:51 14.04.2020
Von Heike Stüben
Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus kann Menschen ebenso stressen wie die Angst um den Arbeitsplatz, die eingeschränkten Sozialkontakte oder die beengte Wohnsituation durch die Corona-Maßnahmen. Was macht das mit den Menschen, wollen jetzt Lübecker Forscher herausfinden. 
Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus kann Menschen ebenso stressen wie die Angst um den Arbeitsplatz, die eingeschränkten Sozialkontakte oder die beengte Wohnsituation durch die Corona-Maßnahmen. Was macht das mit den Menschen, wollen jetzt Lübecker Forscher herausfinden.  Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
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Lübeck

"Bislang weiß man nur wenig darüber, wie die Verbreitung der Erkrankung und die Einschränkungen sozialer Kontakte auf die Bevölkerung kurz- und längerfristig wirken", sagt Prof. Alexander Katalinic, Direktor des Institutes für Sozialmedizin und Epidemiologie.

"Ängste, Sorgen und Belastungen nehmen zu und werden unterschiedlich bewältigt. Studien haben gezeigt, dass Epidemien zu einem erhöhten Stressniveau in der Bevölkerung führen." Solch ein anhaltender Stress könne jedoch das Risiko für viele Erkrankungen erhöhen.

Was hilft gegen Corona-Stress?

Basierend auf Erfahrungen in anderen Ländern hat die Weltgesundheitsorganisation WHO auch deshalb Empfehlungen zum Erhalt des Wohlbefindens herausgegeben. Doch was ist hierzulande hilfreich, um besser mit den Belastungen umzugehen? Das ist bisher nicht bekannt – und genau das möchten die Wissenschaftler in Lübeck nun herausfinden.

"Wir möchten Menschen befragen, wie sie mit der Corona-Pandemie umgehen, sie bewältigen und wie ihre gesundheitlichen und seelischen Belastungen aussehen", sagt Katalinic.

15 Minuten für die Wissenschaftler aus Lübeck

Deshalb bitten die Wissenschaftler die Bevölkerung, an einer Online-Befragung teilzunehmen. Die Teilnahme ist auch anonym möglich und dauert etwa 15 Minuten.

Die Daten werden ausschließlich zum Studien-Zweck und unter Einhaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung gespeichert und ausgewertet. Sie werden nach Angaben der Universität nicht an Dritte weitergegeben. Die Ethikkommission der Universität Lübeck hat die Befragung positiv bewertet.

Ziel: besser durch Krisen kommen

Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für zukünftige Krisen ableitet. Das Wissenschaftler-Team geht davon aus, dass schon ab mehreren hundert Teilnehmern aussagekräftige Ergebnisse möglich sein werden.

„Wenn genügend Personen an der Studie teilnehmen, dann könnten erste beschreibende Ergebnisse schnell veröffentlicht werden, eventuell schon in etwa zwei bis drei Wochen“, erklärt Katalinic.

Vor und nach Corona

Die Umfrage wird mindestens über die Zeit des Shut-Down offen gehalten. Wer an einer Nachbefragung interessiert sind, soll dann in den kommenden Monaten noch einmal befragt werden. So sollen die psychosozialen Belastungen während und nach der Corona-Krise verglichen werden können.

Wer die Forschung unterstützen möchte, kann hier an der Online-Befragung teilnehmen.

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