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Schleswig-Holstein Container mit Spielzeug gingen über Bord
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09:52 02.01.2019
Von Frank Behling
Von Bord des Frachters "MSC Zoe" sind in der Sturmnacht zwischen Borkum und der Ansteuerung zur Weser etliche Container in die Nordsee gerissen worden. Quelle: Frank Behling
Helgoland

Wie das Havariekommando in Cuxhaven mitteilte, hat die Besatzung des Großcontainerschiffes selbst den Verlust gemeldet. Am Morgen wurde deshalb zur Suche nach den Containern auch das Ölaufklärungsflugzeug des Havariekommandos in das Seegebiet geschickt.

Nach ersten Meldungen der Besatzung sollen von Bord des Frachters „MSC Zoe“ im Sturm bis zu 30 Container vom Deck in die Nordsee gestürzt sein. Angesichts der Dunkelheit war unklar, ob die Container versunken sind oder noch treiben.

Erste Container in den Niederlanden angespült

Die ersten acht Container wurden am Mittwoch bei Tagesanbruch an den Stränden der niederländischen Inseln Vlieland und Terschelling entdeckt. Beim Inhalt dieser Container handelt es sich nach Angaben der niederländischen Küstenwache um Autoteile und Spielzeug aus Asien für Deutschland.

Die genaue Ursache für den Verlust der Container ist noch unklar. Der 400 Meter lange Frachter war gegen Mitternacht vor der Emsmündung von mehreren Wellen schwer getroffen worden.

Das in Panama registrierte Schiff änderte sofort den Kurs und ging mit dem Bug gegen die See um so weitere Ladungsverluste zu verhindern. Der 2015 in Dienst gestellte Frachter gehört zu den größten Containerschiffen der Welt. Es befindet sich auf der Reise von Asien nach Bremerhaven.

Frachter mit Maschinenausfall vor Helgoland

Auf der Tiefwasserreede vor Helgoland war in der Nacht außerdem bei dem Schwergutfrachter "Palmerton" die Maschinenanlage ausgefallen. Aus diesem Grund wurde auch das gerade erst zusammengestellte neue Boardingteam des Havariekommandos mit einem Hubschrauber auf dem Weg zu dem Havaristen geschickt.

Der Notschlepper "Nordic" sowie die Mehrzweckschiffe "Neuwerk" und "Mellum" waren die ganze Nacht über im Einsatz.

Unseren Liveblog zum Orkantief „Zeetje“ finden Sie hier.

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