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Schleswig-Holstein Fragen und Antworten: Corona in Schleswig-Holstein
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Fragen und Antworten: Corona in Schleswig-Holstein (Stand 28.06.2020)

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16:14 28.06.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Corona dominiert das Leben in Schleswig-Holstein. Quelle: Christian Charisius/Fabian Strauch/Daniel Bockwoldt/dpa
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Wie viele Corona-Fälle gibt es in Schleswig-Holstein? Und wie viele Tote?

Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen von verlässlichen, öffentlichen Quellen – täglich aktualisiert: 

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Aktuelle Entwicklungen bilden wir im Liveblog ab. Weitere Grafiken zu Corona-Fällen in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

Wie setzen sich die Zahlen zusammen?

Nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz besteht für festgelegte Erkrankungen wie Covid-19 eine Meldepflicht. Ärzte veranlassen den Test zum Virusnachweis bei Patienten auf Basis definierter Kriterien – zum Beispiel, wenn der Patient in einem Risikogebiet gewesen ist oder Kontakt zu nachweislich Infizierten hatte. Fällt dieser Test positiv aus, melden die Mediziner dies an die zuständigen Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte.

Die Gesundheitsämter veranlassen dann Maßnahmen – zum Beispiel eine häusliche Quarantäne oder die Ermittlung von Kontaktpersonen. Und sie melden täglich die Positivfälle an die Landesmeldestelle. Wie die Daten weiter verarbeitet werden und bis zum Robert-Koch-Institut und zur John-Hopkins-Universität gelangen, erfahren Sie hier.

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Wie viele Menschen sind in Schleswig-Holstein getestet worden?

Rund 150.000 Tests auf das neuartige Coronavirus sind in Schleswig-Holstein bis Ende Mai 2020 vorgenommen worden. Dies geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums hervor. Über 3000 Tests fielen positiv aus. Im Land leben 2,9 Millionen Menschen. Für die Tests waren im Verlauf der Corona-Krise zur Unterstützung der Hausärzte auch 16 Zentren eingerichtet worden, die seit Ende April nicht ganz 3200 Tests erledigten.

Das Zentrum in Ahrensburg (Kreis Stormarn) mit 160 ehrenamtlichen Helfern stellt nach neun Wochen und etwa 1000 Tests seine Tätigkeit ein; am Freitag stand der letzte Test an. Wegen des Rückgangs der Neu-Infektionen im Kreis sei das Testzentrum derzeit nicht mehr erforderlich, teilte die Kreisverwaltung mit.

Laut Kassenärztlicher Vereinigung bleiben die anderen 15 auf das Land verteilten Testzentren bis auf weiteres bestehen, zum Teil mit verkürzten Öffnungszeiten. Einige Zentren haben demnach von vier auf zwei Stunden am Tag verkürzt. Das Testzentrum in Flensburg zum Beispiel sei am Wochenende nicht mehr besetzt.

Welche Lockerungen sind bereits getroffen worden?

Schleswig-Holstein Einzelhandelsgeschäfte haben seit dem 20. April 2020 wieder geöffnet. Sie dürfen allerdings nur auf einer Verkaufsfläche von bis 800 Quadratmeter ihre Waren anbieten. Die Beschränkung der Größe gelte aber nicht für Buchhandlungen, sagte Günther. Ab dem 9. Mai dürfen Geschäfte in Schleswig-Holstein wieder ihre gesamte Verkaufsfläche öffnen. Die Begrenzung auf 800 Quadratmeter entfällt.

Auch wurde der Unterricht für Abschlussschüler aufgenommen und erste Abschlussprüfungen geschrieben. Allerdings unter hohen Hygieneauflagen.

Besitzer dürfen seit 4. Mai wieder ihre Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein nutzen. Auch Dauercamping ist ab dem 4. Mai wieder möglich. Zudem dürfen Spielplätze, Sportboothäfen, Museen und Friseure wieder öffnen.

Am 18. Mai wurde ein Vielzahl an Lockerungen beschlossen. Die Notbetreuung wird ausgeweitet, Restaurants können unter Auflagen öffnen, ebeso Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze. Erlaubt ist auch wieder Sport in Hallen und Fitnessstudios. Öffnen unter Auflagen dürften auch Kinos und Spielhallen. Veranstaltungen "mit Sitzcharakter" im öffentlichen Raum sollen für bis zu 50 Personen wieder erlaubt sein. Fahrschulen und Friseure können öffnen, auch sind an Hochschulen wieder kleine Präsenzveranstaltungen möglich. An den Theatern des Landes ist wieder ein eingeschränkter Probenbetrieb möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.

Zum 8. Juni traten weitere Lockerungen in Kraft. Sie betreffen unter anderem Freizeitparks, Bäder und Flohmärkte. Alle Details haben wir hier für Sie erläutert.

Ab dem 29. Juni dürfen Restaurants und Bars wieder länger öffnen und private und öffentliche Veranstaltungen im größeren Kreis als bisher stattfinden. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

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 Weitere Informationen zum Coronavirus erhalten Sie auf unserer Themenseite.

Ich war in einem Corona-Risikogebiet. Muss ich jetzt in Quarantäne?

Wer in einem innderdeutschen oder weltweiten Corona-Risikogebiet wie Schweden war und nach Schleswig-Holstein zurückkehrt, muss sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben oder sich auf Corona testen lassen. Dies kann ab 48 Stunden vor Einreise geschehen oder direkt nach der Heimreise erfolgen. Die Kosten muss jeder Bürger in diesem Fall selbst zahlen.

Wie sieht es mit den Schulen und Kitas im Land aus?

Vom 22. Juni an können in Schleswig-Holstein die Kitas in den vollständigen Regelbetrieb zurückkehren. Alle Kinder dürfen wieder in der regulären Gruppengröße von bis zu 20 Mädchen und Jungen betreut werden. Laut Sozialministerium kann damit die Auslastung von 75 Prozent wieder in Richtung 100 Prozent zunehmen. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte es zunächst nur noch Notbetreuungen gegeben; nach und nach durften wieder mehr Kinder aufgenommen werden.

Grundschüler zurück im Klassenverband

Alle Grundschüler in Schleswig-Holstein haben vom 8. Juni an wieder eine tägliche Beschulung im Klassenverband erhalten. Dabei galten die Abstandsregel nicht mehr, wie Bildungsministerin Prien sagte. Die Hygieneregeln sollen aber sorgsam beachtet werden.

In der letzten Woche vor den Sommerferien, die am 29. Juni in Schleswig-Holstein beginnen, kamen Schüler aller Schulen tageweise in ihrem Klassenverband zusammen. Dies bedeute aber nicht, dass alle Schüler zur gleichen Zeit in der Schule sind, sagte Prien. Ein Regelbetrieb fand nicht statt.

Lesen Sie auch: Bildungsministerin Karin Prien verteidigt Schul-Öffnung

Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten, kündigten Prien und Günther an.

Bleibt es bei den Lockerungen?

Ja, solange die Zahl der Infektionen nicht sprunghaft ansteigt. Die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Sie müssen aber sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wann öffnen die Museen in Schleswig-Holstein wieder?

Die Museen in Schleswig-Holstein haben in den vergangenen Wochen bereits wieder geöffnet.

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Kann ich problemlos nach Dänemark reisen?

Dänemark hatte am Sonnabend, 14. März 2020, 12 Uhr, die Grenze zu Deutschland geschlossen. Mehr dazu hier. Ausnahmen gab es bis zum 15. Juni nur für Familienangehörige und Lebenspartner.

Umgekehrt galt: Deutschland hatte am Montag, 16. März 2020, seine Grenze zu Dänemark geschlossen. Auch, um Hamsterkäufe zu unterbinden.

Am 29. Mai verkündeten die Regierungschefinnen von Dänemark und Norwegen, dass deutsche Urlauber ab dem 15. Juni wieder einreisen dürfen.

Lesen Sie auch: Welche Regeln gelten bei der Einreise nach Dänemark?

Ist die Grenze nach Norwegen wieder geöffnet?

Ab dem 15. Juli sollen Reisende aus Deutschland und europäischen Staaten wieder nach Norwegen einreisen können, wenn das Corona-Infektionsgeschehen im Abreiseland unter Kontrolle ist. Das bestätigte die norwegische Regierung. Auswirkungen auf die Color-Line-Fähren von und nach Kiel sind zu erwarten. Hier finden Sie weitere Informationen.

Werden die Soforthilfen für Unternehmen missbraucht?

Das Landeskriminalamt (LKA) warnt vor gefälschten E-Mails im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Es werde vorgetäuscht, die Mails stammten von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), teilte die zentrale Ansprechstelle Cybercrime des LKA am Montag in Kiel mit. Die Mail könnte als Vorbereitung dienen, später Rücküberweisungen auf ein Konto der bisher unbekannten Täter zu veranlassen, erläuterte eine LKA-Sprecherin. Am Montag, 4. Mai, seien erstmals im Namen der IB.SH gefälschte E-Mails mit zwei Anhängen versandt worden. Die beigefügten, offiziell wirkenden PDF-Dokumente werden als Rechtsbelehrung über die Pflichten als Antragssteller sowie als Bescheinigung über erhaltene Zuschüsse zur Vorlage beim Finanzamt ausgegeben. Die Absender-Adresse der Mails lautet in Schleswig-Holstein corona-zuschuss@ib-sh.de.com.

Wie sieht es mit einer Maskenpflicht in Schleswig-Holstein aus?

Seit dem 29. April 2020 müssen Schleswig-Holsteiner beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen Alltagsmasken tragen. Auch auf den Fähren der SFK gilt die Maskenpflicht.

Maskenpflicht in Schleswig-Holstein

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Wie kann ich mir schnell selbst eine Maske machen?

Wir zeigen Ihnen in einer Anleitung, wie Sie sich eine Alltagsmaske machen können. Mit drei Dingen, die Sie im Haushalt haben dürften.

Lesen Sie auch: So machen Sie sich eine Maske selbst

Darf ich beim Autofahren Mundschutz tragen?

Die Polizei Schleswig-Holstein hat sich dazu am Mittwoch, 29. April 2020, klar positioniert. Wenn Mitfahrer dabei sind, können Alltagsmasken zum Infektionsschutz getragen werden. Dann wird auch kein Bußgeld in Höhe von 60 Euro fällig. Wer alleine im Auto sitzt und kontrolliert wird, braucht eine gute Erklärung, warum er eine Maske aufhat. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Werden Verstöße gegen die Corona-Auflagen geahndet?

Ja. Das Kabinett von Schleswig-Holstein hat einen Bußgeldkatalog aufgestellt. Damit will die Landesregierung von Schleswig-Holstein Verstöße gegen die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung einer Ausbreitung des Coronavirus besonders ahnden – von 150 bis 25.000 Euro.

Da der Bußgeldkatalog der Landesregierung kompliziert ist, erläutern wir die Regeln und möglichen Strafen anhand von unterschiedlichen Beispielen.

Wie sieht es mit Großveranstaltungen in Schleswig-Holstein aus?

Schleswig-Holstein will in der Corona-Krise auch schrittweise Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern erlauben. Eine entsprechende Verordnung wurde nach dem 3. Mai stufenweise umgesetzt. Die maximalen Zahlen wurden angepasst an die weitere Corona-Entwicklung und sind im sogenannten Stufenplan der Landesregierung konkretisiert. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen bis zum 31. August untersagt sein.

Lesen Sie auch: So sollen Veranstaltungen gelockert werden

Die Kieler Woche 2020 wurde verschoben - ändert sich was?

Die Kieler Woche 2020 soll im September stattfinden. Sie wird allerdings anders sein. Auf ein Bühnenprogramm und große Eventflächen müssen die Menschen in diesem Jahr verzichten", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Dafür soll das Segeln im Mittelpunkt stehen. Die Windjammerparade soll für alle interessierten Besitzer größerer Segelboote geöffnet werden. Eine Anmeldung ist aber erforderlich.

Lesen Sie auch: So reagieren die Leser auf die neuen Pläne

Gibt es schon ein Medikament gegen Covid-19?

Es gibt Hoffnung für schwerkranke Patienten mit Covid-19: Sie haben in den Kliniken des UKSH, in Rendsburg und Großhansdorf jetzt die Chance, an der Zulassungsstudie für das Medikament Remdesivir teilzunehmen. Das Universitätsklinikum in Kiel macht das möglich.

Und noch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Medikament gegen Covid-19: Das Forscherteam um Prof. Rolf Hilgenfeld an der Uni Lübeck hat einen Wirkstoff entwickelt, der das Coronavirus in der Lunge bekämpfen soll. Mehr dzau lesen Sie hier.

Wie sieht es mit einem Impfstoff gegen Corona aus?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen Corona erteilt. Wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel am Mittwoch mitteilte, erhält das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

Lesen Sie auch: Zeitplan, Ablauf, Erfolgsaussicht: Der mögliche Weg zum deutschen Covid-19-Impfstoff

Kann ich noch bedenkenlos Blut spenden in Schleswig-Holstein?

Ja. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat dafür einen "Blutspende-Hotspot" in den Holstenhallen in Neumünster eingerichtet. Der Grund ist die Coronakrise und der eventuell bald große Bedarf an Blutkonserven. Es gibt Schutzmaßnahmen für Spender und Mitarbeiter. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was ist, wenn ich dringend ein Medikament brauche?

Apotheken haben auch in der Corona-Krise geöffnet. Wegen des Coronavirus greifen Apotheken zu verschiedenen Maßnahmen, die Kunden und Mitarbeiter schützen sollen.

KN-Bühne

Diese Künstler standen auf der KN-Bühne - zu den Videos:

Wie ist die Kinderbetreuung geregelt, wenn Kitas und Schulen geschlossen sind?

In Schleswig-Holstein müssen sich Eltern um die Betreuung ihrer Kinder kümmern und dies mit dem Arbeitgeber absprechen. Es gibt aber auch Ausnahmen: Alleinerziehende und Eltern, die in Berufen arbeiten, die der Aufrechterhaltung der Infrastruktur dienen, können ihre Kinder (Kita-Alter bis 6. Klasse) in eine Notfallbetreuung in Schulen und Kitas geben. Ab Klasse 7 gibt es keine Kinderbetreuung mehr, die vom Staat geregelt wird. 

Fahren die Fähren noch planmäßig?

Aufgrund der verschärften Einreisebedingungen ist der Liniendienst der Color Line zwischen Kiel und Oslo eingestellt. Wie die Reederei mitteilt, erfolgt die Maßnahme aufgrund der Entwicklung rund um das Coronavirus.

Unklar ist, wann die Kiel-Oslo-Fähre den Betrieb wieder aufnehmen kann.

Stenaline verkehrt weiterhin regulär auf der Strecke Kiel-Göteborg.

Wann wurde der erste Fall bekannt und wie geht es dem Patienten?

Am 28. Februar 2020 kam heraus, dass sich der erste Schleswig-Holsteiner mit Coronavirus infiziert hat. Der Arzt aus Henstedt-Ulzburg war wochenlang in häuslicher Quarantäne. Mittlerweile ist er gesund und arbeitet wieder am UKE

Wie geht es dem ersten Genesenen in Schleswig-Holstein?

Ja. Boris Nannt (50) war einer der ersten aus dem Kreis Plön, der sich angesteckt und Covid-19 überlebt hat. Die Krankheit begann mit einem leichten Schnupfen. Als Genesener hat Nannt jetzt eine Botschaft. Die aktuelle Anzahl der Corona-Genesenen in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

Kann ich wieder Angehörige in Altenheimen besuchen?

Seit 4. Mai an können Pflegeeinrichtungen von einer weiteren Ausnahmemöglichkeit Gebrauch machen und unter strengen Hygieneanforderungen den Besuch einer Person für maximal zwei Stunden ermöglichen. "Neben dem Erfordernis, gerade alte Menschen in Pflegeheimen zu schützen, müssen diese auch vor Vereinsamung bewahrt werden", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP).

Corona-Frage des Tages

Die Corona-Frage: Was wollen Sie wissen?

Sie haben auch eine Frage? Dann schicken Sie sie uns unter corona@kieler-nachrichten.de oder per Post an die KN-Chefredaktion, Fleethörn 1-7, 24103 Kiel. Stichwort: Corona-Frage.

Lesen Sie auch:

#SHbleibtstark: Was ist das?

Schleswig-Holstein rückt in der Krise zusammen. Mit dem Projekt #SHbleibtstark wollen wir die vielen Ideen und Hilfsangebote unterstützen und bündeln.

Die Themenseite zu #SHbleibtstark finden Sie hier.

Gibt es auch gute Nachrichten in der Corona-Krise?

Natürlich gibt es in der Corona-Krise auch positive Nachrichten. Die Menschen helfen einander und entwickeln Ideen, wie die Zeit der sozialen Distanzierung gut überstanden werden kann. Welche Geschichten aus Schleswig-Holstein uns Mut machen, lesen Sie hier.

Lesen Sie auch: Verein Kieler Helden liefert Lebensmittel aus

Wie erkläre ich meinem Kind Corona?

Die Corona-Krise stellt Eltern vor Herausforderungen. Wie erkläre ich meinem Kind, warum es jetzt zu Hause bleiben muss? Und warum das Händewaschen jetzt so wichtig ist? Eine Erzieherin gibt Tipps. Sie sagt: Darüber sprechen und den Kindern Hoffnung vermitteln ist wichtig.

Welche Symptome treten bei einer Infektion mit dem Coronavirus auf?

Die ersten Coronavirus-Symptome gleichen denen einer Grippe. Husten, Halskratzen, Abgeschlagenheit und Fieber treten auf, manche Betroffene leiden auch an Durchfall. Nur bei einem Teil der Patienten führt die Erkrankung zu Atemproblemen und Lungenentzündung. 

Was kann ich tun, wenn ich glaube, mich mit dem Virus infiziert zu haben?

Wer glaubt, selbst von Covid-19 betroffen zu sein, sollte keine Arztpraxis oder Notaufnahme aufsuchen – dadurch könnten im Zweifel andere Patienten angesteckt werden. Schleswig-Holsteiner, die in jüngster Zeit in betroffene Gebiete gereist sind oder Kontakt zu Infizierten hatten, sollten sich telefonisch entweder in ihrer Arztpraxis anmelden oder außerhalb der Sprechzeiten die Servicenummer 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung anrufen.

Da die Servicenummer in Schleswig-Holstein einen Ansturm erlebt, haben die kreisfreien Städte, Kreise und das Land Bürgertelefone geschaltet.

  • Bei den Bürgertelefonen melden sollten sich Menschen, die rechtliche Fragen, allgemeine Anliegen an die Verwaltungen oder zu den Allgemeinverfügungen und dem öffentlichen Leben haben.
  • Von medizinischen Fragen bitten die Verantwortlichen abzusehen. Hier können die kassenärztliche Vereinigung oder die unabhängige Patientenberatung besser helfen.

Zur Übersicht: Alle Info-Hotlines für Schleswig-Holstein auf einen Blick

Was passiert bei einer Quarantäne?

Das Infektionsschutzgesetz legt fest, dass Quarantäne bei „Kranken sowie Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen und Ausscheidern“ angeordnet werden kann. Zuständig dafür sind die Gesundheitsämter. Bei einem Corona-Verdacht wird der Zustand der betroffenen Person in der Regel für 14 Tage beobachtet. Der Grund dafür ist, dass die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen Ansteckung und Beginn von Symptomen der Krankheit – nach bisherigem Stand so lange dauert. Kielern, die sich nicht allein über Verwandte oder Nachbarn versorgen lassen können, bietet die Stadt gemeinsam mit dem Ehrenamtsbüro „Nette Kieler“ Unterstützung an.

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Corona: Wer darf sich testen lassen?

Bei Auftreten einer Infektion beispielsweise in einem Alten- und Pflegeheim erfolgten Tests aller Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtungen auf Covid-19. Zudem hat die Landesregierung am 19. Juni wiederholte Stichproben-Tests in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und dem Tourismus-Bereich angekündigt. Lesen Sie hier mehr.

Stichprobenartige Untersuchungen in Pflegeheimen sind in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Dithmarschen geplant. An den Schulen und Kitas sind diese in Lübeck, Kiel und im Kreis Segeberg vorgesehen. Schleswig-Holstein will für seine stichprobenartige Corona- Untersuchungen fünf Millionen Euro bereitstellen. Das Land fördert auch ein Forschungsprojekt zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Tourismus.

Die Entscheidung, ob eine Corona-Abstrichdiagnostik erforderlich ist, richtet sich stets nach den aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts." Mehr erfahren Sie hier.

Pflegekräfte in Schleswig-Holstein dürfen sich häufiger testen lassen. Mehr dazu hier.

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