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Schleswig-Holstein Frau gefesselt und geknebelt: Waren K.O.-Tropfen im Spiel?
Nachrichten Schleswig-Holstein Frau gefesselt und geknebelt: Waren K.O.-Tropfen im Spiel?
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14:16 15.10.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
An einem Feldweg bei Mönkhagen wurde am Morgen eine verletzte Frau gefunden. Sie war geknebelt und gefesselt. Quelle: Holger Kröger
Mönkhagen/Lübeck

Rätsel um eine junge Frau, die am Sonnabendmorgen nur per Zufall am Rande eines Feldes in der Nähe der Autobahn 20 bei Lübeck entdeckt wurde – gefesselt, geknebelt und mit erheblichen äußeren Verletzungen.

Wie die Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck am Montag mitteilten, wird nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts und der versuchten Aussetzung mit Todesfolge ermittelt. Die Frau war nicht nur geknebelt und an den Händen und Füßen gefesselt, sondern wurde auch mit Fesselungsmaterial an dem Geäst im Knick festgebunden.

Am Dienstag folgten weitere Informationen: Die junge Frau wurde jetzt vernommen und "konnte teilweise Angaben zu dem tatrelevanten Zeitraum zwischen Verlassen der Veranstaltung in der Lübecker Einsiedelstraße und ihrem Auffinden in der Feldmark bei Mönkhagen machen", wie ein Polizeisprecher sagte. "Zum Schutz der sich an die Aussage des Opfers anschließenden Ermittlungen werden keinerlei weitere Auskünfte zum Inhalt der Aussage erteilt."

Studentin hätte keine Hilfe holen können

Nach Bewertung der Ermittler hätte sich die Studentin (20) weder selbst befreien, noch aufgrund der Knebelung auf sich aufmerksam machen können. Der von der Straße aus nicht einsehbare Feldweg an der A20 bei Mönkhagen wird so gut wie ausschließlich zu landwirtschaftlichen Zwecken, nicht hingegen von Fußgängern genutzt.

Durch die herbstlichen Witterungsverhältnisse und ihrer nur leichten Bekleidung hätte die Studentin nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Lübeck sterben können, wenn sie nicht durch den 62-jährigen Mann gefunden worden wäre. Der Mann hatte die junge Frau am Sonnabend gegen 8.30 Uhr entdeckt: Er wollte zum Angeln an die Ostsee und musste auf dem Weg noch einmal austreten. Er hielt deshalb an der Segeberger Landstraße kurz vor der Autobahnauffahrt Mönkhagen - und rief sofort die Polizei.

Studentin kann sich an nichts erinnern

Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. Die Polizei sucht deshalb dringend nach Hinweisen, denn die 20-jährige Lübeckerin kann sich nicht erinnern, erklärte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Klar ist, dass die junge Frau am Freitagabend die Ersti-Party der FH Lübeck in der Kultur Werft Gollan besucht hat.

Am Dienstag wird mit der Auswertung des umfangreichen Videomaterials aus dem Veranstaltungszentrum Kultur Werft Gollan begonnen. Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen zu der Frage, ob dem Opfer K.O.-Tropfen verabreicht worden sind, werden nicht vor kommender Woche erwartet.

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