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Schleswig-Holstein Alte Trainings-Fregatte muss ins Dock
Nachrichten Schleswig-Holstein Alte Trainings-Fregatte muss ins Dock
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08:22 19.08.2019
Von Frank Behling
Ein Fall für die Werft: die Fregatte "Ex-Köln". Quelle: Frank Behling
Kiel

Zwei Schlepper haben die „Übungs-Fregatte“ vor einigen Tagen aus Neustadt abgeholt. Die Reise ging durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Wewelsfleth an der Stör. Dort muss die „Ex-Köln“ nach Angaben der Marine zunächst eine Untersuchung überstehen. Denn auch wenn ein Schiff im Hafen liegt, stehen alle fünf Jahre Dockungen auf dem Programm. Besonders der Teil des Rumpfes, der unter der Wasseroberfläche liegt, steht im Fokus.

Zuletzt war die „Ex-Köln“ 2014 von der Elsflether Schiffswerft und 2015 durch die Lindenau Werft gedockt worden. In welchem Zustand sich der Rumpf befindet, soll bei einer speziellen Untersuchung im Dock ermittelt werden. Den Auftrag mit einem Gesamtvolumen von 3,55 Millionen Euro vergab das Marinearsenal Wilhelmshaven an die Peterswerft an der Stör. Werden bei der Untersuchung keine gravierenden Mängel festgestellt, kann die Übungs-Fregatte zum Jahresende zurück nach Neustadt.

Engpass in der Ausbildung

Durch den Ausfall gibt es jetzt einen Engpass bei der Ausbildung. Wie das Marinekommando auf Anfrage mitteilt, werde versucht, die Ausbildungsabschnitte in eine Brandhalle an Land zu verlagern. Die Leckabwehr muss derweil an Bord der jeweiligen Schiffe mit Trockenübungen trainiert werden.

In Wilhelmshaven liegen zwar mehrere stillgelegte Fregatten der „Bremen“-Klasse, die als Ersatz dienen könnten. Doch nur auf der „Ex-Köln“ gibt es einen speziellen Übungsbereich, der dem Innenleben der neuen Fregatten der Klasse 125 entspricht, die gerade in Dienst gestellt werden.

Vom Ersatzteillager zum Übungshulk

Das 109 Meter lange Übungshulk wurde 1961 als Fregatte „Köln“ in Dienst gestellt. Danach diente sie als U-Jagdfregatte bei Nato-Einsätzen im Nordatlantik. 1982 wurde die „Köln“ beim 2. Fregattengeschwader aus Altersgründen außer Dienst gestellt und zum Ersatzteillager für die fünf Schwesterschiffe umfunktioniert. Dabei entstand die Idee, aus dem Schiff später eine Übungsplattform zu machen. Da es zwischenzeitlich eine neue Fregatte „Köln“ gab, musste die alte Vorgängerin in „Ex-Köln“ umgetauft werden. 1989 kam dann der Start der zweiten Dienstzeit. Die „Ex-Köln“ löste das noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammende alte Übungshulk „Scharnhorst“ in Neustadt ab.

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