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Schleswig-Holstein Freunde demonstrieren für Freilassung
Nachrichten Schleswig-Holstein Freunde demonstrieren für Freilassung
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21:40 19.02.2019
Von Bastian Modrow
Lautstarker Protest: Freunde und Bekannte von Robin F. demonstrierten für die Freilassung ihres Freundes. Auch Aktivisten der Antifa beteiligten sich an der spontanen Aktion. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

„Ich bin schockiert, entsetzt und kann nicht glauben, dass so etwas in Deutschland möglich ist“, sagte Anna und hielt ein Transparent mit der Aufschrift „Justizskandal“ in die Höhe. Dass ihr guter Bekannter seit einer Woche in der Justizvollzugsanstalt Bayreuth in Untersuchungshaft sitzt, tue der 23-Jährigen weh. „So etwas erwartet man vielleicht in Ländern in Südamerika - aber doch nicht hier bei uns", sagte die Kielerin.

Robins Freundin telefonierte noch mit ihm

Robins Freundin Ebba rang mit den Tränen: „Er hat mich nach der Festnahme noch angerufen. Ich konnte spüren, wie schockiert und ängstlich er war. Dann wurde ihm der Hörer weggenommen.“  Robin F. sei ein sehr sensibler Mensch. "Es tut weh zu wissen, wie er leidet", sagte die 22-Jährige. Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft in Bamberg rüttele an ihrem Weltbild: "Robin wollte helfen - leider."

Über 50 junge Menschen waren dem Aufruf in Sozialen Medien zur Kundgebung auf dem Asmus-Bremer-Platz in Kiel gefolgt. „Zivilcourage darf nicht bestraft werden“ und „Freiheit für Robin", forderten sie. Bei Facebook haben sie die Seite "FreeRob"  eingerichtet, auf der sie Neuigkeiten über die Ereignisse austauschen.

In Schleswig-Holsteins Regierungskoalition rumort es wegen des Schleierverbots an der Kieler Uni. CDU und FDP wollen auf Wunsch der Hochschule prüfen, ob das Verbot von Burka und Niqab im Landesrecht verankert wird. Die Grünen lehnten das ab. Aus Sicht des Astas ist das Verbot "grundrechtswidrig“.

19.02.2019

Der Warnstreik am Dienstag am UKSH war nur der Auftakt: Am Mittwoch protestieren (Beamte) und streiken (Angestellte) in Landes- und Kommunalbehörden. Am kommenden Montag (25. Februar) sind dann alle Landesbediensteten zum Streik aufgerufen.

Jürgen Küppers 19.02.2019

Flensburg will von städtischen Flächen sexistische Werbung verbannen – so hat es der Hauptausschuss entschieden.

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