Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Unternehmen unterstützen die Proteste
Nachrichten Schleswig-Holstein Unternehmen unterstützen die Proteste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:43 17.09.2019
Von Heike Stüben
"Die Politik muss handeln": Mit einer globalen Aktion will die Umweltbewegung den Druck auf die Verantwortlichen erhöhen. Quelle: Jörg Carstensen
Kiel

Die meisten Unternehmen verweisen auf flexible Arbeitszeiten. „Das ermöglicht eine individuelle Tagesgestaltung. So kann auch bei Interesse die Großdemo besucht werden“, sagt Sönke Schuster von den Stadtwerken Kiel. Auch André Santen von der Förde Sparkasse betont, dass jeder durch die Arbeitszeitkonten grundsätzlich an dem Klimastreik teilnehmen kann. „Insbesondere in den kleineren Vertriebseinheiten muss dies natürlich in Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen geschehen, damit eine Filiale den Geschäftsbetrieb weiter aufrechterhalten kann.“

Auch im Institut für Weltwirtschaft verweist man auf die Möglichkeit, die die Vertrauensarbeitszeit bietet. „Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, durch konkrete Vorschläge etwas gegen die Klimakrise beizutragen“, sagt Sprecher Guido Warlimont. Für kleine Unternehmen sei es schwierig, einen Tag dichtzumachen, findet Felix Habke von My Boo. Der Hersteller von Bambus-Rädern macht deshalb bei den Entrepreneurs For Future politisch Druck: „Viele innovative Technologien und Produkte für einen besseren Klimaschutz gibt es längst, aber es ist endlich der politische Rahmen nötig, damit faire Wettbewerbsbedingungen für klimaschonende Technologien und Geschäftsmodelle hergestellt werden und die Wirtschaft insgesamt umsteuert.“

Wo sonst Autos parken, gibt es jetzt Vorträge

Unternehmen wie Flixbus nutzen den Klimastreik für eine Werbekampagne: Wer mit einem Foto seine Teilnahme nachweist, soll einen Gutschein in Höhe des Fahrpreises erhalten. Bis 2030 will das Unternehmen klimaneutral werden – noch fährt man mit Dieselbussen. Flixbus gibt außerdem seinen Beschäftigten für den Klimastreik frei. Allerdings: Die Busfahrer sind ausgenommen – sie sind bei Subunternehmen angestellt.

Bei Fridays For Future hofft man, dass viele Beschäftigte ihre Mittagspause zur Teilnahme am Protest nutzen werden. Deshalb finden die Versammlungen in Kiel (Rathausplatz), Bad Segeberg (Marktplatz) und Neumünster (Bahnhof) um 12 Uhr statt. Im Unverpackt-Laden in Kiel hat man bei den bisherigen Aktionen den Laden aus Solidarität geschlossen. Doch das treffe genau die Menschen, die durch ihren abfallfreien Einkauf etwas für das Klima tun. Deshalb bleibt das Geschäft diesmal geöffnet – und die Tageseinnahmen werden an FFF gespendet. Außerdem bekommt das Klima-Camp Lebensmittel, das vom 19. bis 27. September auf dem Anna-Pogwisch Platz in der Kieler City stattfindet.

Wo sonst Autos parken, gibt es dann für Interessierte Vorträge, Diskussionen und Workshops rund ums Klima. „Wir wollen mit dem Camp auch verdeutlichen, wie viel Raum Parkplätze in der Innenstadt einnehmen und wie sie alternativ genutzt werden könnten“, sagt Nelly Waldeck von der FFF-Ortsgruppe Kiel. Bereits morgen Nachmittag macht der BUND mit einer Aktion auf der Kieler Holstenstraße seine Forderungen an die Landespolitik deutlich.

Eine Frau kam am frühen Dienstagmorgen, 17. September, in ihrem Auto Schafstedt (Kreis Dithmarschen) ums Leben. Der Wagen prallte gegen einen Baum und fing sofort Feuer. Laut Polizei waren keine anderen Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.

KN-online (Kieler Nachrichten) 17.09.2019

Der Herbst ist da. Es wird stürmisch und ungemütlich in Schleswig-Holstein: Die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnen vor Sturmböen im Norden. Vor allem an der Küste müssen sich Bewohner am Dienstag auf Sturmböen einstellen.

17.09.2019

In Schleswig-Holstein schließen 17,3 Prozent der Abiturienten ihre Schulzeit mit einem Notenschnitt von mindestens 1,9 ab, wie eine Umfrage zeigt. Damit hat die Zahl der Einser-Abschlüsse zugenommen. Lehrerverbände sehen die Entwicklung kritisch. Abiturienten finden ihre guten Noten gerechtfertigt.

KN-online (Kieler Nachrichten) 16.09.2019