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Schleswig-Holstein Das ist Ole, der erste Kegelrobben-Heuler der Saison
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08:49 01.11.2019
Die Kegelrobben-Frühgeburt Ole wird gefüttert. Das Tier ist der erste Heuler der Saison. Ole wurde bislang im Quarantänebereich der Seehundstation gehalten. Quelle: Frank Molter/dpa
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Friedrichskoog

Ole erblickte in der Nacht zum 11. Oktober auf Helgoland das Licht der Welt. „Er war eine Frühgeburt, wog damals 10,1 Kilogramm“, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger. „Die Mutter kümmerte sich nicht im ihr Junges. Sie war vermutlich ein "Brexit-Flüchtling".“ Denn in Großbritannien beginne die Geburtenzeit der Kegelrobben bereits im September. Die Geburtssaison der hiesigen Tiere startet erst im November.

Weißes Fell schützt Nachwuchs vor Kälte und Wind

Als Heuler werden Rosenberger zufolge nur jene Robbenbabys bezeichnet, die dauerhaft den Kontakt zu ihrer Mutter verloren haben. Das kann unterschiedliche Ursachen haben.

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Kegelrobben werden im Winter geboren. Das extrem dichte, weiße Fell schützt den Nachwuchs in den ersten Lebenswochen vor Kälte und Wind. Da es nicht wasserdicht ist, muss die kleine Robbe sich vor ihrem ersten Ausflug in die Nordsee eine isolierende Speckschicht anfuttern. Das schafft sie dank der fetthaltigen Muttermilch in nur drei bis vier Wochen. Ihr Geburtsgewicht von 10 bis 14 Kilogramm hat sich dann auf rund 50 Kilo erhöht.

Kegelrobbe ist das größte Raubtier Deutschlands

Außerhalb der Fortpflanzungszeit lebt die Kegelrobbe an verschiedenen Orten der Nordsee. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Lachsen, Dorschen und Heringen auch Makrelen und Schollen. Manchmal macht die Kegelrobbe auch Jagd auf Seehunde und Schweinswale. Sie gilt mit ihrem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm als größtes Raubtier Deutschlands.

Der erste Kegelrobben-Heuler der Saison in Schleswig-Holstein heißt Ole. Am Donnerstag präsentierte die Seehundstation Friedrichskoog im Kreis Dithmarschen das Tier der Öffentlichkeit.

Von RND/dpa