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Schleswig-Holstein Für Brotgarten geht das Rezept auf
Nachrichten Schleswig-Holstein Für Brotgarten geht das Rezept auf
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07:15 13.07.2015
Von Ulrich Metschies
 Die Brotgarten-Filiale in der Hamburger Chaussee (Kiel) wurde schon mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet (v.li.): Volker Grezella und Patritzia Pitzschel mit den Mitarbeiterinnen Brigitta Harm und Carina Busch. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Für Brotgarten geht das Rezept auf

Kieler Unternehmen investiert in Wachstum und in die Energieeffizienz – Bio-Rohstoffe sind ein Engpass

Von Ulrich Metschies

Beinhart ist es, das Geschäft mit Brot und Kuchen: Vor allem wachsender Preisdruck durch die Discount-Konkurrenz treibt immer mehr Bäcker in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Wohl dem, der eine Nische hat: Der Kieler Bio-Pionier Brotgarten, 1983 mit einem Laden in der Kieler Hansastraße an den Start gegangen, betreibt heute neun Filialen, eine davon in Hamburg. Und das Wachstum soll damit noch lange nicht zu Ende sein.

„Da ist noch Luft drin, nicht nur in Hamburg, sondern auch in Kiel“, sagt Volker Grezella (49). Er kennt das Geschäft aus dem Effeff: Fast 13 Jahre hatte der gebürtige Rendsburger für eine konventionelle Bäckerei in Kiel gearbeitet, davon sieben Jahre als Vorstandsmitglied, bevor er 2011 als Geschäftsführer und Kommanditist bei Brotgarten einstieg. „Brotgarten ist ein gesundes Unternehmen, doch die Zeit war reif, auch die betriebswirtschaftliche Basis der Expansion breiter anzulegen“, erklärt Unternehmensgründerin Patricia Pitzschel (55).

Doch wie es sich für ein ökologisch orientiertes Unternehmen gehört, ist das Wachstum nicht als Selbstzweck gedacht. Es muss schon ressourcenschonend und vor allem nachhaltig sein. Und so investiert der Brotgarten erhebliche Summen in Energieeffizienz – und damit auch in den Klimaschutz. Nachdem durch den Bau einer neuen Kälteanlage in der Backstube in Kiel-Wellsee der Verbrauch an elektrischer Kühlenergie um die Hälfte gesenkt werden konnte, läuft nun die Umrüstung der Backstube und der neun Filialen auf energiesparende LED-Lichttechnik. „In weniger als drei Jahren wird sich diese Investition auszahlen“, sagt Grezella, betont aber, dass es ihm dabei nicht nur darum geht, Geld zu sparen: „Wenn wir unser Selbstverständnis den Kunden weiter glaubhaft vermitteln wollen, dann muss Ressourcenschonung als Ziel ganz weit oben stehen. Jede eingesparte Kilowattstunde ist ein Erfolg und unser Beitrag zum Klimaschutz.“ Wie ernst Brotgarten den Umweltschutz nimmt, wird auch an einer weiteren Maßnahme deutlich: In diesem Sommer wird ein Teil der Plastiktüten durch Papiertragetaschen ersetzt. Forciert hat dieses Vorhaben der Runde Tisch „plastiktütenfreies Kiel“, den die Stadt Kiel ins Leben gerufen hat.

Nicht nur das Geschäft in den Brotgarten-Filialen entwickelt sich nach Angaben Grezellas positiv, auch der Vertrieb von Broten, Brötchen und Kuchen über Biofachgeschäfte und den Lebensmittel-Einzelhandel legt weiter zu. Um dem ungebrochenen Vegan-Trend gerecht zu werden, weitet das Unternehmen derzeit seine Palette an Produkten ohne tierische Zutaten aus.

Und wo sieht sich der einstige Bio-Pionier mit aktuell knapp 70 Mitarbeitern in zehn Jahren? Zahlen dazu nennt der Geschäftsführer nicht. Grezella ist vorsichtig, und der Markt ist viel zu schwer zu berechnen. „Wachstum ist wichtig, aber eben nicht alles“, sagt Grezella auch. Einen sensiblen Engpass hat er dabei zudem stets vor Augen: Die Verfügbarkeit hochwertiger Biorohstoffe ist nämlich endlich. „Das wird uns zum Beispiel bei backfähigem Bioland-Dinkel aus der Region täglich mehr als deutlich.“

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