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Schleswig-Holstein Blauhai auf Sylt angespült
Nachrichten Schleswig-Holstein Blauhai auf Sylt angespült
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14:56 21.12.2017
Von Niklas Wieczorek
Etwa 2,25 Meter misst der Blauhai, den Fachleute am Mittwochabend am Strand von Rantum einsammelten. Quelle: Schutzstation Wattenmeer
Rantum

"Ich warte schon seit Jahren darauf, dass so ein Fund registriert wird", sagte Rainer Borcherding, Biologe in der Schutzstation Wattenmeer in Husum, gegenüber KN-online. Er bestätigte den Fund am Mittwochabend gegen 20 Uhr, woraufhin die Spaziergänger sofort den Seehundjäger der Insel, Thomas Diedrichsen verständigt hatten.

Dieser holte den 2,25 Meter langen Kadaver des Fisches ab. Inzwischen befindet der sich in Büsum. Dort hat die Tierärztliche Hochschule Hannover eine Außenstation und beschäftigt Fachpersonal für die Untersuchung von Tierkadavern aus dem Meer. Meist handelt es sich dabei allerdings um Seehunde oder Robben. Ein Blauhai sei ihm in den vergangenen 30 Jahren nicht bekannt, so Borcherding.

Immer wieder landen exotische Fische am Strand

Warum der Blauhai-Fund trotzdem nicht überraschend sei, erklärte er so: Die Fische legen sehr lange Strecken in fast alle Weltmeere zurück. Sie sind in der Nordsee üblicherweise nur im Sommer zu Gast - wenn dann im Herbst die Temperaturen sinken, gibt es immer wieder Anspülungen von exotischeren Fischen wie Mondfischen oder Thunfischen. Es war laut Borcherding also nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Blauhai an den schleswig-holsteinischen Küsten anlandet. Dennoch sei es "sehr schade um den schönen Fisch", so Borcherding.

Das wechselwarme Tier ist in den nördlichen Breitengraden vermutlich schlicht verhungert oder aus Schwäche gestorben, ist die erste Hypothese. Genauere Ergebnisse versuchen derzeit die Experten in Büsum herauszufinden. Hier wird der Blauhai fachmännisch seziert.

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