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Schleswig-Holstein Gasflaschen explodierten auf der A20
Nachrichten Schleswig-Holstein Gasflaschen explodierten auf der A20
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19:13 12.06.2018
Foto: Unfall auf der A 20 bei Lübeck: Auf einem Lkw sind Gasflaschen explodiert.
Unfall auf der A 20 bei Lübeck: Auf einem Lkw sind Gasflaschen explodiert. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstag gegen 14.50 Uhr im Baustellenbereich auf der A20 im Kreuz Lübeck (Richtung Bad Segeberg) ereignet. Laut Polizei war ein Sattelzug in einem am rechten Fahrbahnrand abgestellten Lkw mit Absperranhänger gefahren. Dieser hatte Gasflaschen geladen, von denen einige explodiert sein sollen.

Durch den Aufprall wurde der Lkw mit den Gasflaschen gegen die Mittelleitplanke geschleudert, fing sofort Feuer und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Der Sattelzug blieb quer auf der Leitplanke zwischen der Durchgangsfahrbahn und dem parallel verlaufenden Abzweiger liegen. Ein Pkw, der neben dem Absperranhänger stand, und die Sattelzugmaschine fingen im weiteren Verlauf ebenfalls Feuer.

Zwei verletzte Personen

Laut Polizei wurden zwei Personen schwer verletzt. Der Lkw-Fahrer kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Der 27-jährige Fahrer des Sattelzuges aus Buxtehude wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Im Pkw befand sich laut Polizei keine Person.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften aus und löschte die brennenden Fahrzeuge. Gegen 16 Uhr dauerten die Löscharbeiten noch an.

Stau nach Vollsperrung

Nach dem Unfall wurde die A20 zwischen dem Kreuz Lübeck und Lübeck-Genin voll gesperrt. Dadurch hat sich in beiden Richtungen ein Stau auf einer Länge von drei Kilometern gebildet.

Stand 18.40 Uhr soll die Bergung auf der A20 noch etwa vier Stunden dauern. Die Fahrbahn Richtung Bad Segeberg bleibt deshalb bis auf weiteres gesperrt. Die Umleitung geht über die U1 bzw. U76. Die Polizei bittet darum, keine brennenden Zigaretten aus dem Auto zu werfen. Richtung Osten ist die A20 mittlerweile wieder für den Verkehr frei gegeben.

Ein Mitarbeiter der Wasserbehörde ist vor Ort, um mögliche Umweltschäden, entstanden durch auslaufende Betriebsstoffe, zu bewerten. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck wurde für die Unfallaufnahme ein Gutachter hinzugezogen. Dieser hat mit der Arbeit begonnen.

Hier sehen Sie Bilder vom Unfallort an der A20 bei Lübeck.

Von KN-online