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Schleswig-Holstein Kreis Steinburg löst Katastrophenalarm aus
Nachrichten Schleswig-Holstein Kreis Steinburg löst Katastrophenalarm aus
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14:58 26.01.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Tausende Puten in dem Betrieb müssen getötet werden. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Nach dem Ausbruch einer neuen Virus-Variante hat sich die Geflügelpest in Schleswig-Holsteins größtem Putenmastbetrieb ausgeweitet. Mittlerweile sind alle vier Haltungen des Betriebs im Kreis Steinburg betroffen, wie Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag am Rande der Landtagssitzung sagte. Die Kreisverwaltung hat Katastrophenalarm ausgerufen, um kurzfristig zusätzliches Personal bei Polizei, Feuerwehr und weiteren Hilfskräften heranziehen zu können.

„Wir hatten in den vergangenen Wochen in Schleswig-Holstein Ruhe, obwohl das Virus in anderen Regionen Deutschlands und Europa tobte“, so der Minister. In Niedersachsen und den Niederlanden seien in diesem Jahr in Geflügelbetrieben Zehntausende Vögel getötet worden. „Der Eindruck, alles ist vorbei, ist falsch.“ Habeck hofft jetzt auch auf einen schnellen Frühling. Begründung: Nach Einschätzung von Experten „begünstigt Kälte die Ausbreitung des Virus.“

Sehr aggressiver Suberreger nachgewiesen

Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hatten den sehr aggressiven Erreger des Subtyps H5N5 in der Nacht zum Donnerstag in einem weiteren Teil des Putenmastbetriebs nachgewiesen. Laut Geflügelpest-Verordnung sollen die verbleibenden rund 15.300 Tiere des Betriebs ebenfalls getötet werden. Die beiden Haltungen in Grevenkop und Elskop wurden am Donnerstagmorgen abgesperrt. Die Sperrbezirke werden entsprechend angepasst.

Zuvor waren in dem Mastbetrieb bereits 18.400 Puten in zwei anderen Beständen betroffen. Ein Teil der Tiere verendete, die anderen mussten getötet werden. Der Erreger war am Montag in einer Putenzucht zwischen Glückstadt und Itzehoe in Süderau erstmals nachgewiesen worden.

Laut Habeck müssen alle Tiere des Mastbetriebs getötet werden, um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern. Wie das Virus dorthin gelangte, ist unklar. Habeck verwies darauf, dass die Putenställe des Betriebs an der Seite offen sind.

ubi/dpa

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