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Schleswig-Holstein Tierkadaver an Habecks Familie verschickt
Nachrichten Schleswig-Holstein Tierkadaver an Habecks Familie verschickt
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12:44 27.01.2017
Von Heike Stüben
Der schleswig-holsteinische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen) steht in der Nähe von Steinburg (Schleswig-Holstein) vor einer abgesperrten Geflügelzucht. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) berichtete am Freitag in Kiel von Briefen, in denen die Massentötungen von Zehntausenden Puten und Hühnern mit dem Holocaust verglichen werden. Auch seine Familie würde inzwischen Beschimpfungen erhalten – bis hin zu Tierkadavern, die mit der Post geschickt würden. Habeck lässt sich davon nicht beeindrucken: Es bleibe vorerst bei der landesweiten Aufstallung und den zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. 

Damit stellt sich für die 57 Produzenten von Freilandeiern im Land ein Problem: Sie dürfen maximal zwölf Wochen die Eier ihrer aufgestallten Hühner weiter als Freilandeier verkaufen. Diese Übergangsfrist läuft Ende Januar/Anfang Februar aus. Dann müssen die Eier als „Eier aus Bodenhaltung“ auf den Markt gebracht werden – pro Ei ein Verlust von drei bis fünf Cent.

Habeck betonte, eine Verlängerung der Übergangsfrist sei rechtlich nicht möglich. Die Bundesregierung lehne auch andere Vorschläge, die Schleswig-Holstein gemacht habe, ab. Deshalb stellt das Land jetzt pro Betrieb bis zu 15.000 Euro zur Verfügung. Gleichzeitig wurden die Kreise aufgefordert, monatlich mindestens zehn Wildvögel ans Landeslabor zu liefern, damit sie dort auf Vogelgrippeviren untersucht werden.

Der Kreis Steinburg hatte am Donnerstag aufgrund der Geflügelpest Katastrophenalarm ausgelöst.

Weniger Schleswig-Holsteiner haben sich im vergangenen Jahr laut einer Auswertung der Krankenkasse DAK krank gemeldet. Der Krankenstand sank im Vergleich zum Vorjahr von 4,0 auf 3,9 Prozent, wie die DAK am Freitag mitteilte. 55 Prozent der Arbeitnehmer waren das ganze Jahr über nicht krankgeschrieben.

27.01.2017

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