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Schleswig-Holstein Geiselnehmer saß schon in Psychiatrie
Nachrichten Schleswig-Holstein Geiselnehmer saß schon in Psychiatrie
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13:34 18.06.2019
Von Bastian Modrow
Mehrere hundert Polizisten waren bei der Geiselnahme in der JVA Lübeck im Einsatz. Quelle: LN
Lübeck/Kiel

Mehrere hundert Polizisten waren am Montag in der Justizvollzugsanstalt im Einsatz gewesen. Wie KN-online aus Polizeikreisen erfuhr, war der Alarm um 14.12 Uhr in der JVA ausgelöst worden. Der aus Rumänien stammende Häftling hatte eine Psychologin in einem Therapieraum in seine Gewalt gebracht und sich in dem Büro verschanzt. Einem internen Polizeibericht zufolge war der Häftling mit einem Küchenmesser bewaffnet. Um 20.07 Uhr konnte durch einen geplanten Zugriff der Täter bei der Übergabe von Lebensmitteln festgenommen werden.

Polizei plant Pressekonferenz

Zum Motiv des Geiselnehmers gab es zunächst noch keine offiziellen Angaben. In Polizeikreisen kursiert das Gerücht, er habe seine Überstellung in seine Heimat Rumänien erzwingen wollen. Für den Nachmittag ist in Kiel eine Pressekonferenz bei der Landespolizei geplant. Landespolizeidirektor Michael Wilksen und Lübecks Polizei-Chef Norbert Trabs wollen Hintergründe erläutern.

Gefangener lebte zuletzt in der Region Schleswig

Wie aus Justizkreisen verlautet, saß der verurteilte Straftäter seit 2014 wegen Sexualdelikten in verschiedenen Gefängnissen ein. Zeitweise soll der 37-Jährige auch in der geschlossenen Psychiatrie gewesen sein. Zuletzt soll der Mann im Kreis Schleswig-Flensburg gelebt haben. In der JVA Lübeck saß der Rumäne nach einem Urteil des Landgerichts Flensburg ein. Der Geiselnehmer soll jetzt in ein anderes Gefängnis verlegt werden, teilte das Justizministerium mit.

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