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Schleswig-Holstein Entscheidung im Streit um Vermögen
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07:07 29.05.2019
Über eine Beschlagnahme von 8,4 Millionen Euro eines Ex-Vorstands der "Gorch Fock"-Werft entscheidet das Hamburger Landgericht. Quelle: Frank Behling
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Hamburg

Im Streit um das Vermögen eines ehemaligen Vorstands der Elsflether Werft entscheidet das Hamburger Landgericht am Mittwoch über die Rechtmäßigkeit einer Beschlagnahme von 8,4 Millionen Euro. Das Verfahren vor einer Zivilkammer steht im Zusammenhang mit der Sanierung des Marine-Schulschiffs "Gorch Fock" und der Insolvenz der Elsflether Werft an der Weser.

Vermögensarrest aufgehoben

Die Kammer hatte am vergangenen Freitag einen sogenannten Vermögensarrest über 3,9 Millionen Euro gegen einen der beiden Ex-Chefs der Werft aufgehoben (Az. 307 O 136/19). Ein zweiter Arrest über 8,4 Millionen Euro blieb zunächst jedoch bestehen (Az. 307 O 149/19). In dieser Sache will das Gericht nun sein Urteil verkünden.

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Kosten für Sanierung explodiert

Der neue Vorstand der Werft will mit der Beschlagnahme von Vermögen die Insolvenzmasse sichern. Daraus würden am Ende offene Rechnungen und Ansprüche bezahlt, zum Beispiel von Lieferanten. Die Werft an der Weser ist Generalunternehmer bei der umstrittenen Sanierung des Segelschulschiffs. Die Kosten für die Überholung der "Gorch Fock" sind explodiert. Statt geplant knapp zehn Millionen Euro sind bereits 70 Millionen Euro ausgegeben worden.

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Von RND/dpa

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