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Schleswig-Holstein Land kann Akku-Züge bestellen
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13:40 14.06.2019
Von Ulf Billmayer-Christen
So könnte es künftig auf Schleswig-Holsteins Schienen aussehen: Unter anderem der Hersteller Bombardier, der hier den "Talent 3" vorstellt, hatte sich für die Ausschreibung vom Land interessiert.  Quelle: Christoph Soeder/dpa (Archiv)
Schleswig

In der europaweit beachteten Ausschreibung für mindestens 50 High-Tech-Züge (200 Millionen Euro) hatte sich nach Informationen von KN-online die Elektro-Variante durchgesetzt, bei der batteriebetriebene Triebwagen etwa zwischen Kiel und Lübeck Diesel-Züge ablösen. Das Unternehmen Alstom, das in Niedersachsen mit Wasserstoff betriebene Züge einsetzt, fühlte sich benachteiligt und hatte in zweiter und letzter Instanz Beschwerde beim Oberlandesgericht erhoben.

Landtag hat das letzte Wort

Der Vergabesenat des OLG habe die Beschwerde abgewiesen, sagte eine Sprecherin. "Das Verfahren ist okay und kann fortgesetzt werden." Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) bezeichnete den Beschluss des Gerichts als ein "gutes Signal". Das Vergabeverfahren könne damit in nächster Zeit den Zielbahnhof erreichen. Das letzte Wort hat wie bei allen großen Vergabeverfahren der Landtag.

Hohes Interesse bei Herstellern

Die vertrauliche Ausschreibung hatte Zughersteller aus halb Europa elektrisiert. Interesse sollen unter anderem Bombardier (Deutschland), EdF (Frankreich) und CAF (Spanien) bekundet haben. Dem Vernehmen nach gaben letztlich drei Hersteller konkrete Angebote ab. Sie sollen sich ausschließlich auf Akku-Züge beziehen.

Für eine solche Batterie-Bahn bietet Schleswig-Holstein gute Voraussetzungen. Nur knapp 30 Prozent des Streckennetzes sind elektrifiziert, nämlich die Hauptstrecken von Flensburg, Kiel und Lübeck nach Hamburg. Auf allen Nebenrouten sind dagegen bisher mangels Oberleitung laute und klimaschädliche Diesel-Triebwagen im Einsatz.

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