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Schleswig-Holstein Verwestes Baby: Festnahme in Wacken
Nachrichten Schleswig-Holstein Verwestes Baby: Festnahme in Wacken
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22:00 02.08.2019
Von Niklas Wieczorek
Nach dem Fund der Babyleiche in Rieseby nahm die Polizei die Mutter noch in der Nacht auf dem Festival in Wacken fest. Quelle: Juliane Häckermann (Symbol)
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Rieseby

Die Mittzwanzigerin hat demnach bereits eingeräumt die Mutter des toten Säuglings zu sein – es habe sich jedoch um eine Totgeburt gehandelt, gibt der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler ihre Aussage wieder. "Wie und warum das Baby zu Tode gekommen ist, wissen wir nicht", bestätigte auch Kiels Polizeisprecher Matthias Arends. Die Obduktion des Leichnams war am Freitagnachmittag noch nicht beendet – wohl erst am Montag sei mit einem genauen Ergebnis zu rechnen.

KN-Informationen zufolge war der Körper des leblosen Babys bereits stark zersetzt. Anwohner fanden ihn laut Arends und informierten die Polizei. Diese schätzt derzeit das Geburtsdatum des Kindes bereits auf Mitte 2018. Exaktere Angaben seien aber noch nicht möglich.

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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlag

Wie KN-online erfuhr, ermittelte die Mordkommission noch am späten Abend und konnte über Hinweise aus dem Umfeld die wahrscheinliche Mutter mit Unterstützung der Polizeikräfte auf dem Wacken-Festival finden. Sie wurde gegen 1.10 Uhr vorläufig festgenommen, und daraufhin erst einmal befragt. Detaillierte Angaben hat sie offenbar noch nicht gemacht. Inzwischen ist sie laut Staatsanwaltschaft wieder auf freiem Fuß.

"Die Frau hat angegeben es sei eine Totgeburt gewesen", sagte Oberstaatsanwalt Bieler. In der Staatsanwaltschaft werde das Ermittlungsverfahren dennoch zunächst einmal als Totschlag deklariert. "Die Frage ist nun, ob die Rechtsmedizin Erkenntnisse erlangen kann, ob das Kind eines natürlichen Todes gestorben ist", so Bieler weiter. Anschließend werde entschieden, ob es sich um eine Straftat handele – oder um eine Ordnungswidrigkeit bei einer nicht gemeldeten Totgeburt mit selbst vorgenommener Bestattung.

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02.08.2019
02.08.2019
KN-online (Kieler Nachrichten) 02.08.2019
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