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Schleswig-Holstein Ein Kit für gute Ideen
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08:00 15.05.2019
Von Anne Holbach
Nikita Segal (25, li.) und Jonas Reinhardt (26) haben das erste Stipendium ergattert: Die Studenten arbeiten an einer App, die Blutspender digital ansprechen und motivieren soll. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

"Im Gegensatz zu vielen anderen Förderangeboten setzen wir eine Stufe früher an und unterstützen Studenten schon im Ideenprozess", sagte Fleet7-Chef André Nikolski am Dienstag bei der Vorstellung des Programms. Stipendiaten dürfen ein halbes Jahr kostenlos im Coworking Space Fleet7 arbeiten.

Mentorennetzwerk soll früh Feedback geben

Ein Mentorennetzwerk aus Professoren, Gründern und Unternehmern soll den Stipendiaten früh Rückmeldung auf ihre Ideen geben und Input zu Fragen beim Design, Marketing oder Programmieren geben.

"Gründen kann man schwer lernen, das muss man machen", so Mentor Michael Hartke vom Start-up Clarifydata. Dabei brauchten Jungunternehmer genauso eine Person, die kritische Fragen stellt, wie jemanden, der sie bei Fehlschlägen wieder aufrichtet.

Zehn Stipendien pro Jahr

"Unsere Studenten sind nah an der Anwendung dran. Wir zwingen sie, über reale Probleme nachzudenken und Lösungen zu entwickeln", sagt FH-Vizepräsident Klaus Lebert über das Engagement der Hochschule. Das Prototyping Kit könne eine Brücke schlagen, um solche Ideen aus dem Studium weiterzudenken.

Zehn Stipendien werden jährlich vergeben. Bewerben können sich Interessenten über das ganze Jahr. Mindestens ein Team-Mitglied muss an einer Kieler Hochschule eingeschrieben sein.

Finanziell gefördert wird das Stipendium von der Werner-Petersen-Stiftung. "Wir erwarten, dass das Fleet7 zu einem Leuchtturmprojekt für Kiel wird und junge Menschen das Gefühl haben, dass es sich lohnt, hierher zu kommen und gemeinsam etwas zu entwickeln", so Christian Zöllner von der Stiftung.

Erstes Stipendiaten-Duo entwickelt Blutspende-App

Die ersten Stipendiaten gibt es mit Jonas Reinhardt und Nikita Segal bereits. Die Wirtschaftsinformatik-Studenten arbeiten an einer App, die Prozesse beim Blutspenden vereinfachen soll.

So könne beispielsweise der Fragebogen, der sonst vor Ort ausgefüllt werden muss, schon vorab digital vervollständigt werden. Denkbar sei auch, dass ein Spender eine Nachricht bekommt, wenn sein Blut gerade verwendet wird, oder er über die App die eigenen Blutwerte abrufen kann.

Weitere Infos und Bewerbung unter: www.fleet7.de/funding

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