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Schleswig-Holstein Grüne im Norden einzige Partei mit kräftigem Mitgliederplus
Nachrichten Schleswig-Holstein Grüne im Norden einzige Partei mit kräftigem Mitgliederplus
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09:15 18.01.2020
CDU und SPD verlieren Mitglieder, Starker Zuwachs für Grüne im Norden. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Kiel

Die Grünen können sich in Schleswig-Holstein als einzige Partei über einen starken Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr freuen. Zum 31. Dezember 2019 zählte die Landespartei 4299 Mitglieder und damit 962 mehr als ein Jahr zuvor, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. 1065 Menschen traten demnach neu in die Partei ein, ein Viertel davon im Alter bis zu höchstens 28 Jahren.

Zahlenmäßig stärkste Partei mit 18 824 Mitgliedern zum Jahresende blieb die CDU. Ein Jahr zuvor waren es noch 19 494. 445 Menschen traten in die Partei ein, 1109 schieden aus. Darunter waren 303 Todesfälle. Die CDU verzeichnet keinen verstärkten Eintritt junger Menschen. „Wir können jedoch beobachten, dass sich Neumitglieder stärker als in der Vergangenheit engagieren und sich aktiver in die Parteiarbeit einbringen wollen“, sagte Sprecher Max Schmachtenberg.

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SPD verlor etwa 300 Mitglieder durch den Tod

Auch die SPD verlor etwa 300 Mitglieder durch den Tod. Hinzu kamen mehr als 700 Austritte, so dass die Mitgliederzahl von gut 17 300 auf 16 605 sank. Über 400 Eintritte konnten die Verluste nicht kompensieren. „Die negative Entwicklung der Mitgliederzahlen der letzten 30 Jahre setzt sich leider trotz Höhen durch den Brexit oder die Wahl von (US-Präsident) Trump fort“, kommentierte Sprecherin Mareike Overbeck.

Der SSW verlor im Laufe des Jahres seinen Platz als drittstärkste Mitgliederpartei in Schleswig-Holstein an die Grünen. Ende 2019 zählte die Partei der dänischen und friesischen Minderheit 3306 Mitglieder, nach 3378 ein Jahr zuvor. Der SSW nahm 82 neue Mitglieder auf und verlor 154, viele davon durch den Tod. „Es kommt sehr selten vor, dass ein Mitglied aus politischen Gründen aus dem SSW austritt“, sagte Sprecher Per Dittrich.

Die FDP verbuchte ein leichtes Mitgliederplus von 2652 auf 2667. Die Zahl der Ein- und Austritte blieb im Vorjahresvergleich konstant bei rund 230 beziehungsweise 190. Von der AfD gab es auf die Anfrage nach der Mitgliederentwicklung keine Antwort.

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Von dpa/RND

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