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Schleswig-Holstein Hospize brauchen Hilfe
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10:29 26.11.2019
Von Robert Michalla
Hospize in Schleswig-Holstein brauchen Hilfe. Dazu zählen auch Spenden. Mit dem Geld können Ehrenamtliche unter anderem ihre Weiterbildung bezahlen. Quelle: Karsten Schmidt
Kiel

„Immer noch verbringen rund 50 Prozent die letzten Tage ihres Lebens im Krankenhaus“, sagt Prof. Roland Repp, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativverbandes Schleswig-Holstein.

Der Verein „KN hilft“ stellt die Aktion „Gutes tun im Advent“ deshalb in diesem Jahr ins Zeichen der Hospizarbeit und sammelt Spenden für die 20 Hospize und Hospizvereine in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Plön, Segeberg sowie in Kiel und Neumünster.

„Die Ehrenamtlichen, die sich für Sterbende und Trauernde einsetzen, die sich Zeit nehmen für Todkranke und Angehörigen Trost spenden, verdienen unsere Unterstützung“, sagt Chefredakteur Christian Longardt, der auch stellvertretender Vorstand des Vereins „KN hilft“ ist.

50 Hospizdienste mit rund 2000 ehrenamtlichen Mitarbeitern

„Das Thema Tod und Sterben ist für viele Menschen ein Tabu. Doch in den letzten Jahren hat ein spürbares Umdenken eingesetzt“, erklärt Prof. Repp.

Unter dem Dach des Hospiz- und Palliativverbandes haben sich in Schleswig-Holstein insgesamt 50 Hospizdienste mit rund 2000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern organisiert.

Durch die im Bau befindlichen Hospize – beispielsweise in Gettorf – werde die Zahl der „dringend notwendigen“ stationären Plätze in den nächsten Jahren deutlich steigen. Aber: „Hinsichtlich teilstationärer Hospizplätze und Tageshospizen sind wir noch komplett in den Anfängen“, sagt Repp.

Ehrenamtliche benötigen Geld für die Weiterbildung

Mit 66 stationären Hospizbetten belegte Schleswig-Holstein vor drei Jahren gerade mal den elften Platz unter den 16 Bundesländern. Seitdem habe sich laut Repp einiges getan. Das Land brachte ein Förderprogramm auf den Weg, das aber erst in den kommenden Jahren spürbare Entlastung bringen wird.

„Das Engagement des Landes ist ein wichtiger Baustein, aber keineswegs ausreichend, um das Ziel einer guten Hospiz- und Palliativversorgung zu erreichen“, erklärt Repp.

Umso wichtiger seien für die Arbeit Spendenaktion wie „Gutes tun im Advent“. So müssten die ehrenamtlichen Helfer für ihre Arbeit qualifiziert werden. Und auch ein stationäres Hospiz muss laut Repp einen Eigenanteil aus Spenden für den laufenden Betrieb gewährleisten.

Spendenaktion "Gutes tun im Advent" von "KN hilft": So können Sie helfen

Der Verein „KN hilft“ sammelt Spenden für die Hospizarbeit in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Plön, Segeberg sowie in den Städten Kiel und Neumünster. Ein Spendenkonto bei der Förde Sparkasse ist eingerichtet. Unter dem Stichwort „Gutes tun im Advent“ können Sie spenden auf das Konto DE05 2105 0170 1400 2620 00.

Möchten Sie nicht, dass Kieler Nachrichten oder Segeberger Zeitung Sie als Spender erwähnen, so schreiben Sie bitte hinter den Verwendungszweck den Hinweis „kein Name“. Spenden können Sie bis zum Ende des Jahres.

Zusätzlich unterstützen die Kieler Nachrichten die Sammelaktion: Von jeder Ausgabe, die der Verlag am 21. Dezember 2019 im Einzelhandel verkauft, fließen 20 Cent direkt auf das Spendenkonto. Außerdem geht der Gewinn aus dem Verkauf der KN-Adventskalender-Lose an den Hospizverband. Der Verband wird das Geld an Einrichtungen und Vereine im Verbreitungsgebiet von Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung weiterleiten.

Lesen Sie alle Beiträge über die Spendenaktion "Gutes tun im Advent" zugunsten der Hospizarbeit.

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Jeder Mensch hat Respekt und Würde verdient – über den Tod hinaus, unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialer Stellung. Das ist die Idee der Hospizbewegung. Dieses Ziel möchte der Verein „KN hilft“ in diesem Jahr unterstützen.

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