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Schleswig-Holstein Kinder und Jugendliche leiden besonders unter der Krise
Nachrichten Schleswig-Holstein

Gutes tun im Advent: Verein KN hilft sammelt für den Kinderschutzbund

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09:30 21.11.2020
Von Christian Longardt
KN Chefredakteur Christian Longardt und Irene Johns vom Kinderschutzbund. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Bis Ende des Jahres bittet der Verein „KN hilft“ unsere Leserinnen und Leser um Spenden, mit denen vor allem junge Menschen in schwierigen Lebensumständen unterstützt werden sollen.

„Die Zahl der Kinder, Jugendlichen und Familien, die Hilfe brauchen, ist durch die Corona-Einschränkungen deutlich gestiegen“, berichtet Johns. Ohnehin sei jedes fünfte Kind in Schleswig-Holstein arm oder von Armut betroffen. Diese Kinder treffe die Krise hart. Beim Homeschooling während des ersten Lockdowns seien sie in beengten Wohnverhältnissen und ohne die nötige digitale Ausstattung oftmals abgehängt worden, und viele dieser Kinder hätten „nach den Sommerferien den Anschluss nicht mehr geschafft.“ Hier unterstützt der Kinderschutzbund etwa durch Nachhilfe – und braucht dringend Geld, um zusätzliche Angebote zu schaffen.

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Lesen Sie auch: Interview mit Irene Johns – "Kinderschutz ist in der Krise besonders wichtig"

Viele Gesprächsbedarf in der Krise

Von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffene Familien stünden erheblich unter Druck, Folgen seien Überforderung, häuslicher Stress und Gewalt, so der Kinderschutzbund. Er registriert an vielen Stellen, dass der Bedarf an Hilfe wächst. So habe die Beratung am Telefon und per Mail stark zugenommen, auch die Nachfrage in den Kleiderkammern sei „so groß wie nie zuvor“, so Johns. Da viele Gruppenangebote derzeit nicht möglich sind, ist die Betreuung besonders aufwändig und kostenintensiv.

So können Sie helfen

Der Verein KN hilft ruft in diesem Jahr zu einer Spendensammlung für den Kinderschutzbund im Verbreitungsgebiet der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung auf. Dafür ist das Konto – Stichwort Gutes tun im Advent bei der Förde Sparkasse eingerichtet: DE052105 0170 1400 2620 00. Bitte vermerken Sie das Stichwort „Gutes tun im Advent“. Möchten Sie nicht, dass Sie als Spender in der Zeitung erwähnt werden, schreiben Sie bitte hinter den Verwendungszweck den Hinweis „kein Name“. Möchten Sie eine Spendenbescheinigung, vermerken Sie bitte „Spendenbescheinigung“ und Ihre Adresse. Alle Spenden, die bis Ende des Jahres eingehen, werden an den Förderverein des Kinderschutzbundes überwiesen. Damit werden zusätzliche Hilfen für von der Krise betroffene Kinder, Jugendliche und Familien finanziert.

Unterstützung vom Familienminister

„Auch Kontaktbeschränkungen und weitere Einschränkungen von Freizeitangeboten machen die Pandemie für unsere Jüngsten zu einer Belastung. Deswegen ist Hilfe und Unterstützung vor allem hier an der richtigen Adresse“, sagt Gesundheits- und Familienminister Heiner Garg (FDP). „Gutes tun im Advent“ sei „eine tolle und wichtige Aktion, die ich gerne unterstütze!“

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Schon während des Lockdowns im Frühjahr hatte unsere Zeitung dank vieler Leserspenden gemeinsam mit der Diakonie Familien in Not unterstützt. Hier knüpft nun die Adventsaktion an – weil die Krise andauert, haben sich die Probleme oft sogar verstärkt.

Die bisher bereitgestellten finanziellen Hilfen des Staates für Familien mit Kindern seien nicht ausreichend, meint Irene Johns, die auch deshalb auf viele Leser-Spenden hofft.

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