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Schleswig-Holstein Heike Stüben zur Hundesteuer
Nachrichten Schleswig-Holstein Heike Stüben zur Hundesteuer
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10:23 19.10.2018
Von Heike Stüben
Foto: Heike Stüben kommentiert die Hundesteuer.
Heike Stüben kommentiert die Hundesteuer. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die Hundesteuer ist – Achtung, Amtsdeutsch! – eine Aufwand- und Verbrauchsteuer. Lange galt der Grundsatz: Auf dem Dorf niedrige Beträge, je größer der Ort, desto höher die Kosten. Doch längst ist das passé. Und was besonders ärgert: Nicht überall, wo hohe Steuern fällig werden, gibt es auch eine Gegenleistung in Form von Schietbüdeln und Freilaufflächen. Pech nur, dass diese Kritik rechtlich nicht verfängt. Denn die örtliche Aufwandsteuer ist nicht an eine bestimmte Gegenleistung geknüpft. Sie dient der Finanzierung aller kommunalen Aufgaben.

Doch mit der Abschaffung der Pferdesteuer hat die Landesregierung das Fass Hundesteuer aufgemacht und den Haltern ein ganz anderes Argument geliefert: Warum mischt sie sich in die kommunale Steuerhoheit ein? Warum schafft sie eine offensichtliche Ungerechtigkeit zwischen der privaten Haltung von Hunden und Pferden? Das riecht verdächtig nach Lobbyismus und sorgt völlig unnötig für Verdruss bei den Hundehaltern.

Hinzu kommt: Das größte Ärgernis – Hundehaufen auf Gehwegen und Grünflächen – lässt sich ohnehin nicht mit der Hundesteuer bekämpfen. Wirkungsvoller wäre ein Tütenzwang: Wer keinen Schietbüdel dabei hat, zahlt 25 Euro. Und wer ihn gefüllt in der Natur entsorgt, gerne deutlich mehr!

Heike Stüben 16.10.2018
15.10.2018