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Schleswig-Holstein Hochsaison für Einbrecher: Diebstähle in Schleswig-Holstein nehmen zu
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18:32 28.11.2019
Von Niklas Wieczorek
Seit September steigt die Zahl von Einbrüchen in Schleswig-Holstein wieder stark an. Quelle: Frank Rumpenhorst
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Kiel

"Die Zahl der WED-Taten ist zu Beginn der dunklen Jahreszeit erwartungsgemäß gestiegen", sagt Carola Jeschke, Sprecherin im Landeskriminalamt, dazu. WED steht für Wohnungseinbruchdiebstahl. Umständliches Wort für eine einfache Sache: Im Winterhalbjahr steigen die Zahlen zuverlässig - ob sie erneut das Vorjahresniveau erreichen, muss sich noch zeigen.

Bis zum Spätsommer war von niedrigen Werten die Rede

Zu Beginn der Einbruchssaison war noch von den niedrigsten Werten seit 2014 die Rede. Jetzt ziehen die Zahlen jedoch an: In den Kalenderwochen 35 bis 37 (August/September) waren es 47 beziehungsweise 52 und 53 Taten im Land. In den Wochen 42 bis 44 dagegen 94, 85 und 96. Die aktuellen Lagedaten liegen für den November noch nicht vor.

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Hamburger Rand besonders betroffen

"Besonders betroffen sind die Bereiche des Hamburger Randgebietes", sagt Jeschke. Zwar waren die registrierten Taten im Kreis Segeberg im Vergleich zum Vorjahr (Januar bis Oktober: von 403 auf 282) zunächst deutlich zurückgegangen.

Doch polizeilich angekündigte Anhalte- und Sichtkontrollen seit dem 13. November in den Kreisen Segeberg und Pinneberg sowie eine großangelegte länderübergreifende Kontrollaktion am Tag darauf belegen, dass aktuell Handlungsbedarf besteht. Die bislang letzte von der Polizei dokumentierte Woche 44 zeigt die meisten Taten im Kreis Pinneberg (22), danach folgen allerdings schon der Kreis Rendsburg-Eckernförde (19) und Kiel (14).

Entwicklung von Wohnungseinbrüchen in Schleswig-Holstein

Die Polizei hält sich wegen der Ermittlungen bedeckt

Ist das ein Indiz dafür, dass sich Banden durchs Land bewegen? „Zu weiteren Erkenntnissen machen wir derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben“, sagt Jeschke. Eine Auswertung der Polizeimeldungen der vergangenen Wochen zeigt beispielsweise eine Reihe von Taten entlang des Kanals in Rendsburg-Eckernförde: Hamdorf, Nübbel und Büdelsdorf waren betroffen.

Interaktive Karte: Verortung von Wohnungseinbrüchen

Polizei Kiel verstärkt Jagd auf Einbrecher

Was auffällt: Meldungen aus den größeren städtischen Polizeidirektionen Kiel und Lübeck gibt es nicht. „Es ist zutreffend, dass nicht zu jedem der bisher allein in diesem Jahr mehr als 3000 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche aktiv informiert wird“, so Jeschke. Das hinge im Wesentlichen von kriminaltaktischen Erwägungen ab – etwa, ob Zeugenaufrufe der Aufklärung dienen, ob es Häufungen bis hin zu Serien in einer Region gibt, ob Warnhinweise sinnvoll sind.

Die Polizei Kiel zumindest hat sich in der dunklen Jahreszeit in dem Segment stärker aufgestellt, sagt Sprecher Oliver Pohl. Sie gehe sowohl offen sichtbar als auch mit verdeckt operierenden Einsatzkräften vor, um Einbrechern das Handwerk zu legen.

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