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Schleswig-Holstein Kiellinie ist wieder befahrbar
Nachrichten Schleswig-Holstein Kiellinie ist wieder befahrbar
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16:31 03.01.2019
Kiellinie in Höhe Bellevue Anleger: Hier schwappte das Wasser auf die Straße. Quelle: Frank Peter
Kiel

Nach der ersten schweren Ostsee-Sturmflut des Jahres hat sich die Lage in Schleswig-Holstein beruhigt. „Die Lage hat sich wieder komplett entspannt“, sagte der Lübecker Polizeisprecher Dierk Dürbrook am Donnerstag. Verursacht hatte das erste Hochwasser im Jahr 2019 Sturmtief Zeetje.

So hoch war das Wasser entlang der Ostsee

In der Hansestadt Lübeck war das Wasser am Mittwochnachmittag nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf 1,79 Meter über den mittleren Stand gestiegen. Das sei der höchste Wert in Schleswig-Holstein gewesen, sagte eine BSH-Sprecherin.

Es folgten Neustadt und Travemünde mit jeweils 1,76 Metern. In Kiel erreichte der Wasserstand 1,67 Meter über normal, in Flensburg waren es 1,64 Meter. Ab 1,50 Metern gilt eine Sturmflut als schwer.

Das Sturmtief „Zeetje“ hat im Norden gewütet. In einer Bildergalerie haben wir die Folgen des Sturms festgehalten. Eine Sturmflut die Pegelstände an der Ostseeküste teils deutlich steigen lassen.

Das Bundesamt hatte kurz vor Mitternacht Entwarnung gegeben. Am Nachmittag waren in Lübeck, Kiel und Flensburg Uferstraßen überspült worden. Autos, die nicht rechtzeitig weggefahren oder abgeschleppt worden waren, standen unter Wasser. In Flensburg lief laut Polizei das Restaurant eines Hotels voll. In Lübeck waren auch mehrere Keller vollgelaufen. Darüber hinaus wurden zunächst keine größeren Schäden gemeldet.

Kiellinie bleibt nach Hochwasserschäden gesperrt

In Kiel blieb noch am Donnerstag ein Abschnitt der Kiellinie gesperrt, weil das Wasser die Promenade beschädigt hat. Die auflaufenden Brandungswellen haben die Uferkante aufgebrochen und Steine sowie Sand abgetragen. Trümmer wurden bis auf die Fahrbahn geschleudert. Der Uferbereich war erst im November verstärkt worden.

Von Stränden hat das Wasser zum Teil viel Sand weggespült. Laut Polizei stand in Scharbeutz der gesamte Strand unter Wasser. Das Umweltministerium geht nach ersten Erkenntnissen aufgrund der Erfahrungen aus früheren Sturmfluten davon aus, dass die Schäden für den Küstenschutz nicht relevant sind, wie ein Sprecher sagte.

Um 15.13 Uhr meldete die Stadt: "Das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel hat die Straße Kiellinie im Bereich nördlich Bellevue auf Sturmschäden untersucht. Die Straße ist wieder freigegeben worden." Ein Teil des Bürgersteigs an der Uferkante bleibe aber gesperrt.

Zum Liveblog: Sturm und Hochwasser in Schleswig-Holstein

  • 03.01.19 14:18
    +++ Killinie wieder befahrbar +++
    Die Kiellinie wurde nach umfassender Reinigung und Untersuchung vom Tiefbauamt Kiel am Donnerstag um 14 Uhr wieder freigegeben. Ein Teil des Geh- und Radwegs bleibt aber für Bauarbeiten weiter gesperrt. Die Uferkante und der Gehweg müssen erst repariert werden.
  • 03.01.19 11:22
    +++ Kiellinie und Süd-Schleuse am Nachmittag wieder frei +++

    Die Abarbeitung der Sturmfolgen schreitet in Kiel voran. Ab 13 Uhr ist das vollgelaufene Tor der Südschleuse wieder einsatzbereit. Danach stehen am Nord-Ostsee-Kanal wieder zwei Schleusenkammern in Kiel bereit. Die Reinigungs- und Sicherungsarbeiten an der Kiellinie gehen auch gleich los. Wenn Sand und Trümmer von der Straße entfernt sind, soll die Kiellinie wieder für den Autoverkehr freigegeben werden.
  • 03.01.19 10:39
    +++ Südschleuse durch Hochwasser lahmgelegt +++
    Nachdem das seeseitige Schleusentor durch das Hochwasser außer Gefecht gesetzt wurde, laufen die Vorbereitungen für die Freigabe. Da der Wasserstand erstmals 1,64 Meter über dem normalen Wasserstand lag, lief Wasser über ein Ventil in das Schleusentor. Foto Behling
  • 03.01.19 09:59
    +++ Kiellinie bleibt gesperrt +++
    Aufgrund der schweren Schäden bleibt die Kiellinie in Kiel weiter gesperrt. Die auflaufenden Brandungswellen haben die Uferkante aufgebrochen und Steine sowie Sand abgetragen. Trümmer wurden bis auf die Fahrbahn geschleudert. Der Uferbereich war erst im November verstärkt worden. Foto Behling
  • 03.01.19 09:38
    +++ Suche nach Containern gestartet +++

    Gegen 8.30 Uhr sind ein Aufklärungsflugzeug des Havariekommandos und ein Hubschrauber der Bundespolizei gestartet. Sie sollen entlang der deutschen Küste nach Containern suchen. Ob jemals alle Boxen gefunden werden, ist mehr als fraglich.
  • 03.01.19 08:50
    +++ Der Tag in Lübeck +++

    Unsere Kollegen der "Lübecker Nachrichten" haben gestern mit einigen Bewohnern in der Innenstadt gesprochen. Dabei ist ein ganz interessantes Video entstanden.
  • 03.01.19 07:45
    +++ Hochwassergefahr gebannt +++

    Das Lagezentrum Katastrophenschutz Schleswig-Holstein gibt jetzt auch offiziell Entwarnung: Die Hochwassergefahr in der Hansestadt Lübeck ist gebannt. Der Wasserstand habe sich normalisiert, teilte die Behörde mit.
  • 03.01.19 07:09
    +++ Sturmflutwarnung aufgehoben +++

    Nach der ersten Sturmflut des Jahres an der Ostseeküste haben sich die Pegelstände wieder normalisiert. Bereits in der Nacht sei der Wasserstand deutlich gesunken, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Donnerstag. Auch die Sturmflutwarnung wurde aufgehoben. Nur auf den Inseln Rügen und Usedom liegt der Pegelstand noch etwas höher als sonst. Bis zum Mittag soll sich allerdings auch das wieder normalisieren.
  • 03.01.19 07:04
    +++ Sperrung der Kiellinie könnte länger dauern +++

    Das Tiefbauamt der Stadt will die Schäden an der Kielline heute genauer untersuchen. Laut Polizei kann die Sperrung erst nach der Freigabe durch die Stadt Kiel erfolgen - und das kann unter Umständen erst am Spätnachmittag der Fall sein.

    Besonders in Mitleidenschaft gezogen von den hohen Wellen ist wohl vor allem der Bereich unweit des Restaurants Gosch sowie am Kieler Yacht-Club.
  • 03.01.19 06:55
    +++ Lübeck: Auch die Wallstraße wieder frei +++

    Als letzte Straße in Lübeck ist jetzt auch die Wallstraße wieder passierbar.

    Für die Feuerwehr in Lübeck beginnen langsam die Aufgaben des Tages nach dem Hochwasser - unter anderem müssen die ganzen Sandsäcke im Stadtgebiet eingesammelt und entsorgt werden.

    Der Pegelstand in Lübeck liegt bei 5,45 Meter, was einem niedrigen bis mittleren Hochwasser entspricht.
  • 03.01.19 06:35
    +++ Kiellinie weiter gesperrt +++

    In Kiel ist die Kiellinie wegen Hochwasserschäden zur Stunde weiter gesperrt. Hohe Wellen waren am Mittwoch gegen die ohnehin marode Kaikante geprallt. Wie groß die Schäden im Einzelnen sind, wird untersucht.
  • 03.01.19 05:42
    +++ Schadenhöhe noch nicht bezifferbar +++

    Die Lage nach dem Hochwasser hat sich im Wesentlichen normalisiert, nun beginnt das Aufräumen. Außerdem müssen landesweit die Schäden erfasst werden. Wie hoch die entstandenen Schäden sind, ist derzeit noch nicht absehbar.
  • 03.01.19 05:41
    +++ Lage hat sich weitestgehend normalisiert +++

    Die meisten Straßen in Lübeck, das vom Hochwasser besonders stark betroffen war, sind wieder frei! Als letztes soll am Morgen auch die Wallstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden, wie die Polizei am Morgen auf Anfrage ausführte.

    Laut Regionalleitstelle Süd waren die Pegelstände über Nacht überall soweit zurückgegangen, dass die Straßen in Lübeck nach und nach wieder freigegeben werden konnten.
  • 02.01.19 20:50
    +++ Suche nach Containern in der Noordsee +++
    Unter der Leitung des Havariekommandos ist in der Nordsee die Suche nach 250 vermissten Containern angelaufen. Das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ und der Tonnenleger „Gustav Meyer“ suchen entlang der Route der „MSC Zoe“ nach vermissten Containern. In der Nacht zum Mittwoch sind nach derzeitigem Stand der Ermittlungen etwa 270 Container vom Deck des 396 Meter langen Großcontainerfrachters in die Nordsee gestürzt. Zehn Container wurden bislang in den Niederlanden gesichtet, zehn weitere sichteten ein Hubschrauber der Bundespolizei und ein Aufklärungsflugzeug des Havariekommandos in den deutschen Gewässern. Da Kollisionen mit diesen Container schwere Schäden an Schiffen verursachen können, wird seit dem Morgen die Schifffahrt vor der Gefahr in Funkdurchsagen gewarnt. Foto: Havariekommando
  • 02.01.19 20:13
    +++ Seebadeanstalt in Kiel +++
    Die extremen Auswirkungen des Wetters in nur 24 Stunden lässt sich besonders gut an der Seebadeanstalt in Kiel ablesen. Am Neujahrstag war dort am Nachmittag noch ein Spaziergang auf dem Sand des Fördebodens möglich. 24 Stunden später stand das Wasser fast in den Umkleidekabinen. Fotos Behling
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Von dpa/KN

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