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Schleswig-Holstein „Ich konnte zu Philipp Lahm gehen“
Nachrichten Schleswig-Holstein „Ich konnte zu Philipp Lahm gehen“
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15:00 23.10.2013
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Maximilian Riedmüller (2.v.r.) von Holstein Kiel mit den Zisch Reportern Kevin Schröder, Tobias Fydrych und Vincent Drews. Quelle: pn
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Kiel

Herr Riedmüller, leben Sie eigentlich in einer Villa?

Nein, ich wohne in einer ganz normalen Wohnung mit meiner Freundin.

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Wo und wie haben Sie Fußball spielen gelernt?

Ich habe meinen ersten Fußball mit zehn Monaten bekommen. Mit sechs Jahren bin ich in den ersten Verein eingetreten.

Wie wurden Sie für den Profi-Fußball entdeckt?

Ich wurde eigentlich relativ spät entdeckt. Ich war während meiner Jugendzeit in relativ kleinen Vereinen. Ich wurde in der A-Jugend von 1860 München gescoutet. In meinem ersten Herren-Jahr kam ich in die vierte Liga, habe eine gute Saison gespielt. Am Ende der Saison hatte ich ein Angebot von den Bayern und ich entschied mich, dorthin zu gehen.

Wie war's denn beim FC Bayern München?

Es war sehr lehrreich, sehr interessant, aufregend und auf alle Fälle sehr emotional. Es war sehr positiv und es war der richtige Schritt.

Mit wem haben sie sich beim FC Bayern München besonders gut verstanden?

Ich habe mich mit dem Torwart-Trainer gut verstanden. Mit jedem Spieler bin ich eigentlich gut klar gekommen. Ich hatte mehr Bezug zu den Amateuren als zu den Profis. Aber wenn ich eine Frage hatte, konnte ich zu Philipp Lahm gehen. Ich konnte aber auch zu jedem anderen Spieler gehen.

Haben Sie ein Vorbild?

Nein, eigentlich nicht. Ich analysiere die anderen Torhüter und probiere auch neue Techniken aus.

Wie kam es zu Ihrem Wechsel zu Holstein Kiel?

Karsten Wehlmann, der Torwart-Trainer und Scout von Holstein, hat mich angerufen und gefragt, wie meine sportliche Planung ausschaut, und ich war zu dem Zeitpunkt auf der Suche.

Wie wurden Sie empfangen?

Absolut positiv und sehr gut. Ich wurde unheimlich toll von der Mannschaft aufgenommen und generell ist das Teamgefühl klasse. Wir helfen uns gegenseitig und treffen uns. Ich wurde auch von den Fans und von den Betreuern toll empfangen. Insgesamt fühle ich mich definitiv wohl bei Holstein Kiel.

Was glauben Sie, wo werden Sie am Ende der Saison stehen?

Für uns zählt einfach, Punkte zu bekommen, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Wie oft und wie lange trainieren Sie?

Die Trainingszeiten hängen vom Trainer ab, wann und wie lange wir trainieren und ob wir zwei- oder nur einmal trainieren. Manchmal haben wir auch einen Tag frei. Ich studiere nebenbei noch.

Was gefällt Ihnen in Schleswig-Holstein am besten?

Ich habe hauptsächlich nur was von Kiel gesehen. Was mir an Kiel gefällt, sind der Strand und das Wasser. Die Innenstadt, wo man einen Kaffee trinken kann, finde ich auch klasse.

Was vermissen Sie hier im Norden?

Ich vermisse vom Essen her auf jeden Fall eine Weißwurst und dazu eine gescheite Brezn.

Was würden Sie Jugendlichen sagen/raten, die von einer großen Karriere als Fußballer träumen?

Auf jeden Fall den Traum mit viel Ehrgeiz verfolgen, immer hart an sich arbeiten und auf alle Fälle nie die Schule vernachlässigen, weil die Schule das Wichtigste ist.

Interview: Tobias Fydrych, Kevin Schröder, Vincent Drews, Klasse 8c, Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule Bordesholm