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Schleswig-Holstein Hornissen attackieren Rentnergruppe
Nachrichten Schleswig-Holstein Hornissen attackieren Rentnergruppe
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20:03 20.08.2018
Hornissen haben Rentner in Schnakenbek angegriffen.  Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Schnakenbek

Die Rentner wurden von den Hornissen mehrfach gestochen. Einer von ihnen kam ins Krankenhaus, nachdem ein herbeigeeilter Notarzt ihn untersucht hatte.

Schwierige Rettung

Weil die Gruppe auf einem Wanderpfad an der Elbe unterwegs war, erwies sich die Rettung als schwierig. So mussten die Feuerwehrkräfte mit Booten anrücken, um die Rentner zu transportieren. Der Zugang zum Hornissennest sei nach Polizeiangaben schon seit einigen Tagen abgesperrt gewesen. 

Was tun bei einem Hornissen-Stich?

„Das kann passieren, aber so ein Vorfall ist die große Ausnahme“, sagt Carsten Pusch vom Naturschutzbund (Nabu) Schleswig-Holstein zu dem Ereignis. „Hornissen stechen erst dann, wenn sie gereizt sind.“ Aggressiv seien Hornissen nur, wenn sie sich bedroht fühlen und in der Nähe ihres Nestes sind. Stößt man auf ein Hornissennest, sollte man laut Pusch vor allem eines tun: ruhig atmen.

„Die Insekten reagieren nämlich auf verstärkten Kohlenstoffdioxid-Austausch.“ Außerdem sollte man Abstand halten und sich zügig zurückziehen. Kommt es doch zu einem Stich, sei dieser zwar nicht so giftig wie der einer Wespe, könne allerdings stärker schmerzen, da Hornissen einen größeren Stachel als ihre Artgenossen besitzen. Bei einer allergischen Reaktion sollte man sofort den Notarzt rufen, ansonsten hilft es beispielsweise, eine Zitronenscheibe auf die betroffene Stelle zu legen. „Hornissen sind nichts anderes als große Wespen“, sagt Pusch.

Sie werden mit drei bis vier Zentimetern doppelt so groß wie andere Wespenarten. Anders als ihre Artverwandten gehen Hornissen allerdings nicht auf Nahrungssuche bei Menschen, da sie in erster Linie andere Insekten jagen. Besonders häufig findet man sie in Baumhöhlen, auf Dachböden, in Schuppen oder auch in Vogelhäuschen, dabei hängen ihre Nester meistens oberirdisch und versteckt. Die Insekten stehen unter Artenschutz, ihre Nester dürfen also nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörde entfernt oder versetzt werden. „Das ist aber ein großer Eingriff für die Wespen, davon raten wir vom Naturschutzbund nach Möglichkeit ab“, sagt Pusch

Von dpa

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