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Schleswig-Holstein Polizei sucht noch mehr junge Bewerber
Nachrichten Schleswig-Holstein Polizei sucht noch mehr junge Bewerber
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06:00 14.11.2018
Von Niklas Wieczorek
Julius Dietrich lernt Informationstechnologie an der Fachhochschule Kiel – und im Herzen des LKA, dem Datacenter. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Cybercrime aufklären, Verbrechen aus dem Darknet verhindern, digitale Spuren sichern oder Internetrecherche: In diesen Bereichen will die Landespolizei sich breiter aufstellen. Den dualen Studiengang Informationstechnologie an der FH Kiel belegen in diesem Rahmen seit August 2018 Julius Dietrich (18, aus Rendsburg) und Mija Bröcker (18, Groß Niendorf) – den praktischen Teil absolvieren sie im Landeskriminalamt.

"Über die ganz internen Tätigkeiten reden wir mit den anderen Studenten an der FH eher weniger", sagt Dietrich, der bei Telekommunikationsüberwachung und Spezialeinheiten anfing. Schließlich werde man direkt an echten Fällen beteiligt, bestätigt Bröcker, die im Bereich Cybercrime arbeitet. "Es ist ein glücklicher Zufall", so Dietrich, dass sie IT lernen und zugleich bei der Polizei arbeiten würden. Die anschließende Übernahmegarantie sei für alle durchaus ein Faktor gewesen, sich für das duale Studium zu bewerben.

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Für den neuen Jahrgang ab August 2019 sind die Bewerberzahlen bisher aber deutlich niedriger als im ersten Jahr. Ist die Digitaloffensive der Ermittler damit bereits ins Stocken geraten? Bis Monatsbeginn, sagt LKA-Sprecherin Carola Jeschke, lagen 42 Bewerbungen auf die fünf Plätze vor. "Wir sind mit der aktuellen Bewerberlage nicht unzufrieden", sagt sie weiter. Doch im Premieren-Jahr waren es auf Anhieb 86 Bewerbungen gewesen. Die Aufmerksamkeit war größer.

"Wir können mit dem Thema aber sicher noch präsenter sein", sagt Kerstin Arnoldi, im Personalbereich des LKA für das Studium zuständig. "Für uns als LKA ist es auch neu, Ausbildungsbetrieb zu sein." Doch die Studenten brächten viel frischen Wind, lobt sie. "Wer nicht weiß, wofür er lernt, kriegt es hier direkt mit", sagt Arnoldi. Im LKA geht es nicht um Unternehmensgewinne, sondern vor allem um die Verfolgung von Straftätern.

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