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Schleswig-Holstein Siedlungen verdichten mit Reihenhäusern
Nachrichten Schleswig-Holstein Siedlungen verdichten mit Reihenhäusern
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15:31 09.05.2019
Von Christian Hiersemenzel
Idee für mehr bezahlbaren Wohnraum in Schleswig-Holstein: Große Grundstücke in alten Siedlungen könnten in zweiter Reihe bebaut werden. Quelle: Detlef Dreessen (Symbolfoto)
Kiel

Einfamilienhausgebiete auf der grünen Wiese kann jeder ausweisen“, sagt Alexander Blažek, Landeschef des Eigentümerverbands Haus & Grund. Um aber auch in den Ballungszentren neuen Wohnraum zu schaffen, sollten die Kommunen ihre alten Kleinsiedlungen nachverdichten, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Städte und Gemeinden müssten dafür zügig Baurecht schaffen und Häuser in zweiter Reihe gestatten.

Oftmals moderate Preise

„35.000 Immobilien lassen sich in Schleswig-Holstein für den Traum der eigenen vier Wände realisieren“, sagte Blažek gestern. Grundstücke in Kleinsiedlungen wie Oppendorf oder Tannenberg in Kiel, aber auch in der „Siedlungshauptstadt Neumünster“ böten erhebliches Potenzial: Die Immobilien seien meist in die Jahre gekommen und die Preise moderat.

Zugleich seien die Grundstücke in der Regel groß genug, um zum Beispiel mit Reihenhäusern bebaut zu werden. Die bestehenden Häuser, einst mit eigener Muskelkraft der Siedlergemeinschaften erbaut, seien meist von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen geplant worden. Nach Aussage von Sachverständigen ließen sie sich für moderne Ansprüche weiterentwickeln. Man habe ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben.

Förderprogramm der Landesregierung

Die Landesregierung müsse jungen Familien mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung unter die Arme greifen, um die Eigentumsbildung zu ermöglichen, sagte Blažek. Diese sei noch immer die beste private Absicherung gegen Altersarmut. Nicht jeder Nachbar dürfte sich allerdings über eine Nachverdichtung vor seiner Haustür freuen. Kommunalpolitiker müssten Rückgrat zeigen.

Haus und Grund fordert Rückgrat von Politikern

Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) bestätigte, dass in Kleinsiedlungen ein „nicht unerhebliches Nachverdichtungspotenzial“ bestehe. Anfang der Woche hatte die Landesregierung das Sonderprogramm „Neue Perspektive Wohnen“ beschlossen. Kommunen können zur Planung und Gestaltung von Baugebieten Zuschüsse von jeweils 50.000 Euro beantragen.

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