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Schleswig-Holstein Weniger Kegelrobben im Land
Nachrichten Schleswig-Holstein Weniger Kegelrobben im Land
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18:30 02.07.2019
Im Wattenmeer von Schleswig-Holstein sind im Zeitraum 2018/2019 weniger Kegelrobben gezählt worden als im Vorjahr. Quelle: Rolf Blädel/dpa (Archiv)
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Helgoland

Im Wattenmeer von Schleswig-Holstein wurden im Zeitraum 2018/2019 155 Kegelrobben gezählt. Damit wurden 18 Prozent weniger Tiere als im Vorjahr beobachtet. Auf Helgoland war der Rückgang mit 2 Prozent auf 764 Tiere gering.

Mehr Kegelrobben in anderen Regionen

Im Ganzen nimmt die Zahl der Kegelrobben in der Nordsee allerdings weiter zu. In Niedersachsen und Hamburg gab es einen Populationszuwachs um 18 Prozent auf 451 Tiere. Erstmals wurden im Hamburger Wattenmeer regelmäßig Kegelrobben gesichtet. Unterschiede zwischen den Gebieten könnten verschiedene Faktoren wie schwankendes Nahrungsangebot, Veränderung der Sandbänke oder lokale Störungen sein.

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Insgesamt wurden im deutschen, dänischen und niederländischen Wattenmeer 6538 Tiere gezählt. Das sind nach Angaben der Trilateralen Expertengruppe 394 Kegelrobben mehr als bei der Zählung zuvor. Während der Wurfzeit in den Wintermonaten wurden insgesamt 1684 Jungtiere erfasst, besonders zahlreich war der Nachwuchs in den Niederlanden: 1062 der gezählten Jungtiere waren dort. Der Kegelrobbenbestand stieg in den Niederlanden um 4 Prozent auf 4760 Tiere.

Regelmäßig Kegelrobben im dänischen Wattenmeer

Im dänischen Wattenmeer fiel ein besonders starker Anstieg von 79 Prozent auf 408 Tiere auf. Die Experten schließen aus diesem Trend, dass Kegelrobben ihr Verbreitungsgebiet über das gesamte Wattenmeer einschließlich Dänemarks ausdehnen. Die Tiere nutzten das dänische Wattenmeer zwar nicht regelmäßig als Wurfgebiet, sagte Sascha Klöpper vom gemeinsamen Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven. In Zukunft könnte sich aber auch dort eine neue Kolonie ansiedeln.

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Kegelrobben sind die größten Raubtiere an der Wattenmeerküste und waren vor mehr als 100 Jahren durch starke Bejagung nahezu ausgerottet. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Tiere aus britischen Gewässern wieder ins Wattenmeer.

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Von KN/dpa