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Impfstoff-Engpass - Schleswig-Holstein legt Priorität auf Zweitimpfungen

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20:54 19.01.2021
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech zur Impfung gegen Covid-19 liegt im Impfzentrum bereit.
Eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech zur Impfung gegen Covid-19 liegt im Impfzentrum bereit. Quelle: Sean Gallup/dpa
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"Kurzfristig wurde am vergangenen Freitag der EU-Kommission und über diese den EU-Mitgliedstaaten mitgeteilt, dass Biontech/Pfizer wegen Umbauten von Produktionsstätten die bereits zugesagte Liefermenge für die nächsten drei bis vier Wochen nicht wird vollständig einhalten können", so das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium in einem Schreiben. 

Nach Angaben von Biontech/Pfizer dienten die Umbauten dazu, die Kapazitäten ab Mitte Februar zu erhöhen.

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Das Kieler Ministerium hat nach eigenen Angaben keine Informationen darüber, wann wieder ausreichend Impfstoff geliefert wird. Deshalb wurden am Dienstag, dem 19. Januar 2021, keine neuen Erstimpfungstermine über die bekannten Hotlines und das Online-Portal www.impfen-sh.de für die Impfzentren vergeben.

Nach neuen Informationen aus dem Gesundheitsministerium wird die Vergabe nun auch in der vierten Kalenderwoche noch einmal ausgesetzt.

Bereits gebuchte Impf-Termine finden wie geplant statt

Bereits in den vergangenen Wochen gebuchte Termine in den Impfzentren für Erst- oder Zweitimpfung bleiben nach Angaben des Ministeriums davon unberührt und finden wie gebucht statt. Gleiches gelte für Impfungen in Krankenhäusern und in Altenpflegeeinrichtungen.

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Impfteams, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen tätig sind, konzentrieren sich wegen der Knappheit jedoch bereits seit dieser Woche auf Zweitimpfungen und den Abschluss bereits begonnener Impfserien. Deswegen wird es auch dort in den kommenden zwei Wochen weniger Erstimpfungen geben. 

Die Landesregierung werde informieren, sobald mehr Impfstoff und damit mehr Terminangebote für Impfungen in Impfzentren zur Verfügung stehen, heißt es weiter.

Zuvor hatten bereits andere Bundesländer aufgrund der Lieferengpässe bei Biontech/Pfizer die Termine zur Impf-Vereinbarung abgesagt.

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