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Schleswig-Holstein Bereits 18 Tafeln geschlossen
Nachrichten Schleswig-Holstein Bereits 18 Tafeln geschlossen
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14:34 17.03.2020
Wegen der Corona-Epidemie haben 18 von insgesamt 61 Tafeln in Schleswig-Holstein und Hamburg ihre Arbeit eingestellt. Das Foto stammt von einer Hamburger Tafel. Quelle: Markus Scholz/dpa
Kiel/Hamburg

Von weiteren Schließungen sei auszugehen, "das galoppiert", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Tafel Schleswig-Holstein/Hamburg, Frank Hildebrandt, am Dienstag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur.

Es handle sich um reine Vorsorgemaßnahmen. Denn die ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiter seien fast alle im Rentenalter und gehörten damit zur Risikogruppe bei Covid-19-Erkrankungen. Die Hamsterkäufe in vielen Supermärkten spielten dagegen so gut wie keine Rolle. Denn lange haltbare Waren, die gehamstert würden, bekämen die Tafeln ohnehin nur sehr selten.

Theoretisch wäre es möglich, dass Tafel-Mitarbeiter durchgereichte Taschen von Bedürftigen mit Lebensmitteln füllten und diese Taschen wieder herausreichten. «Aber dann würden sich Schlangen vor den Tafeln bilden, was mit den Auflagen der Behörden, Ansammlungen zu vermeiden, nicht vereinbar ist», erklärte Hildebrandt.

Zwangspausen bis 19. April

Die Zwangspausen der Tafeln sind zunächst meist bis zum 19. April oder bis Ende April angesetzt. «Wie es weiter geht, hängt von der Corona-Entwicklung ab», sagte Hildebrandt.

In Hamburg gibt es vier Tafeln, darunter die große Hamburger Tafel, die selber keine Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, sondern soziale Einrichtungen beliefert. Als einzige Tafel in Hamburg hat nach Angaben Hildebrandts bisher die Tafel Bergedorf geschlossen. In Schleswig-Holstein hätten 17 von 57 Tafeln ihre Tätigkeit vorerst eingestellt.

Lesen Sie dazu: Tafeln im Kreis Segeberg stellen ihre Ausgabe ein

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Von RND/dpa

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