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Schleswig-Holstein Die Autobahnen bleiben Dauerbaustelle
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09:00 03.09.2018
Die Brücke wird derzeit mit Stahlplatten verstärkt. Ende Oktober soll die Verstärkungsmaßnahme abgeschlossen sein.
Kiel

Während andere Großprojekte stocken, wird auf der Autobahn 7 in Schleswig-Holstein kräftig gebaut. Voran geht es auch auf der viel befahrenen Bundesstraße 404, wenngleich deutlich langsamer. Stillstand herrscht aber bei der Küstenautobahn A20. "Sie ist nicht nur eines der größten Autobahnprojekte aktuell in Deutschland, sondern auch das ökologisch sensibelste Infrastrukturvorhaben", sagt Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Gemeinsam mit der von Bund und Ländern getragenen Projektgesellschaft Deges sei er in Gesprächen mit Naturschutzverbänden, "um vielleicht doch noch die Klagen abzuwenden". Bei der Deges sieht Buchholz das Projekt in guten Händen. "Nicht zuletzt, weil die Länder ab 2021 ohnehin nicht mehr für Autobahnen zuständig sein werden, sondern dies die Aufgabe der neuen Bundesinfrastrukturgesellschaft IGA sein wird." Bund und Land zeigten bei A7 und A21, "dass es mit dem Infrastrukturausbau durchaus vorangeht".

AUTOBAHN 21: Noch immer ist die Bundesstraße 404 zwischen Kiel und Löptin nicht zur A21 ausgebaut. 14,5 Kilometer fehlen noch. Zunächst folgt der 6,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen Nettelsee und Klein Barkau (Kreis Plön). Er wird für 65 Millionen Euro ausgebaut. Auf 50 Kilometern ist die ehemalige B404 zwischen der A1 bei Bargteheide und Löptin bereits zur A21 ausgebaut. Wann die A21 bis nach Kiel hineinführen wird, ist aber weiter unklar.

AUTOBAHN 7 - I: Gut voran kommt der sechsspurige Ausbau entlang der A7 von der Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen bis zum Autobahndreieck Bordesholm. Er soll bis Ende des Jahres fertig sein. Die 65 Kilometer lange Strecke setzt Autofahrer wegen Baustellen seit Ende 2014 regelmäßig harten Geduldsproben aus, sie soll aber bis Ende des Jahres fertig sein. Die Baukosten belaufen sich auf rund 340 Millionen Euro.

AUTOBAHN 7 - II: Kurz vor Hamburg staut es sich fast täglich in Richtung Hansestadt von der A 23 aus Richtung Pinneberg und auf der A7 von Quickborn. Der Bau von zwei Autobahn-"Deckeln" auf Hamburger Gebiet ist noch nicht beendet. Ende 2019 soll zumindest der erste davon fertig sein. Für einen dritten Tunnel läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren.

AUTOBAHN 7 - III: Bis 2026 ist ein Ersatz für die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg notwendig, weil Experten der alten Brücke keine längere Lebensdauer bescheinigen. Die Deges hat die Entwurfsplanung für den sechsstreifigen Neubau erstellt, das Bundesverkehrsministerium prüft aber noch. Die Gesamtkosten werden mit etwa 250 Millionen Euro angegeben. Die A7 soll zwischen dem Kreuz Rendsburg und der Anschlussstelle Rendsburg/Büdelsdorf auf sechs Spuren ausgebaut werden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Buchholz setzen sich für einen sechsspurigen Ausbau der Nord-Süd-Tangente bis zur dänischen Grenze ein.

AUTOBAHN 20: Die aus dem Raum Stettin kommende Küstenautobahn endet seit Jahren östlich von Bad Segeberg. Im November verhandelt das Bundesverwaltungsgericht über vier Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt westlich der Stadt bis zur A7. Das Bundesverwaltungsgericht hatte den Weiterbau rund um Segeberg vor Jahren gestoppt, weil der Fledermausschutz bei den Planungen nicht genügend Beachtung gefunden hatte. Die Nachbearbeitung dauert noch.

Von lno

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